Schulen für Emsdetten

Ziel: Baldmöglichst eine Gesamtschule für Emsdetten erreichen!

Emsdettener Kinder im Buspendelverkehr zu Schulen nach Saerbeck und Nordwalde – Kinder aus Saerbeck und Nordwalde zu den Schulen nach Emsdetten: Das ist wahrlich ein Zustand, der bei Eltern nur Kopfschütteln hervorrufen kann. Warum nur darf es in Emsdetten keine Gesamtschule geben?

Die Antwort liegt im Schulgesetz des Landes Nordrhein Westfalen:
Im Februar 2013 hatte die Bezirksregierung Münster den Antrag der Stadt Emsdetten auf Genehmigung des Beschlusses auf Errichtung einer Gesamtschule abgelehnt, weil nach ihrer Ansicht eine Emsdettener Gesamtschule im zu betrachtenden Fünfjahreszeitraum zu einer Bestandsgefährdung der Gesamtschulen in Nordwalde und Saerbeck führt. Dieser Einschätzung ist das Verwaltungsgericht in der anschließenden Klageablehnung im Juli 2013 gefolgt. Das Gericht sah als erwiesen an, dass im Falle einer Gesamtschulgründung in Emsdetten ausbleibende Emsdettener Schülerinnen und Schüler dazu führen, dass zumindest die Gesamtschule Nordwalde im Schuljahr 2017/2018 in ihrem Bestand gefährdet sein wird, da die Mindestanmeldezahl von 100 nicht mehr erreicht werden kann. Dabei ist in Emsdetten, kommunalpolitisch, eine Gesamtschule vor Ort längst beschlossene Sache. Einmütig, über alle Parteigrenzen hinweg. Seit unter „Neuer Schulstruktur“ nicht mehr nur ausschließlich eine „Gesamtschulstruktur“ verstanden wird, sondern eine Gesamtschule endlich als Ergänzung, und nicht mehr als Ersatz für die anderen Schulformen gesehen wird, kann sich auch die CDU mit ins Boot setzen. Und zwar so, wie wir es versprochen haben: Mit voller Kraft am Ruder. Gesamtschule ist heute keine Einheitsschule mehr.

Ob Emsdetten sich zu spät um eine eigene Gesamtschule bemüht hat? Wir denken, nein. Denn eine Gefährdung der Gesamtschule insbesondere in Nordwalde durch die Emsdettener Pläne − die gab und gibt es zu jeder Zeit. Seitdem die Nordwalder Gesamtschule existiert (gestartet im Jahr 1991) und solange sie existiert. Ein früherer Zeitpunkt hätte, wegen der Schulrechtslage, also rein gar nichts geändert.

Auf dem Weg zu einer dem vorherrschenden Elternwillen entsprechenden Gesamtschule hat es aus unserer Sicht überhaupt keinen Sinn, nun mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Weder ein erneuter Antrag in diesem Jahr noch eine erneute Klage gegen die sichere erneute Ablehnung haben auch nur den Hauch einer Erfolgschance. Das einzige, was dies bewirkt, ist eine Verlängerung des Unruhezustandes an unseren beiden Realschulen, an unserer Hauptschule und auch an unserem Gymnasium.

Zur Alternative Sekundarschule: Von uns ein klares Nein, solange die Marienhauptschule noch bestehen kann – weil dann nämlich eine Sekundarschule nur neuer Wein in alten Schläuchen wäre. Dem Schülerpendelverkehr nach Rheine zum Wirtschaftsabitur am dortigen Berufskolleg allerdings können wir als CDU ein Ende setzen. Dieses Abitur wird es ab dem Schuljahr 2015/2015 hier in Emsdetten an der Arminstraße in der Emsdettener Dependance der Wirtschaftsschulen Steinfurt geben.