Archiv der Kategorie: Aktuelles

Deutliche Aussprache gegen die Rekommunalisierung der Gebäudereinigung

Haushalts- und Ausgabendisziplin ist wohl nicht bei allen Fraktionen angekommen.
Wir sprechen uns deutlichst gegen die Rekommunalisierung der Gebäudereinigung aus und blicken mit
Sorgen auf den zukünftigenstädtischen Haushalt.

Auf unserer Etatberatung am letzten Wochenende haben wir uns ausführlich mit den aktuellen haushaltsrelevanten Themen befasst.
Insbesondere der interfraktionelle Antrag von Grünen, SPD und Linken, die Gebäudereinigung wieder über die Stadtverwaltung zu organisieren, wurde dabei geradezu fassungslos zur Kenntnis genommen.

Erst kürzlich endete, begleitet von der Verwaltung, eine mehrmonatige interfraktionelle Arbeitsgruppe zu diesem Thema. Tenor dieses Kreises war, bis Ende 2023 abzuwarten, wie
sich die Einstellung eines Reinigungsmeisters und die damit verbundenen Qualitätsprüfungen auswirken. Erste Rückmeldung ergeben bereits konkrete Verbesserungen der Reinigungsleistung.
Der interfraktionelle Antrag führt diese Arbeitsgruppe ad absurdum.

„Wenn so in Zukunft Politik in Emsdetten gemacht wird, können wir uns gemeinsame Beratungen in überfraktionellen Gruppen gleich ganz sparen. Zeit und Einsatz von Verwaltung und ehrenamtlichen Politikern so herabzuwürdigen ist schon ein starkes Stück“

– Fraktionsvorsitzender Daniel Hellwig.

Sämtliche Fakten sprechen gegen ein Rückholen der Reinigung in die Stadtverwaltung. Gutachten und Vergleiche zwischen anderen Kommunen lassen eine Verdopplung der Kosten erwarten.

Der städtische Haushalt würde durch bis zu 1,5 Mio. € zusätzlich belastet. Um diese Mehrbelastung zu finanzieren, würde nicht einmal die von der Verwaltung vorgeschlagene Grundsteuererhöhung ausreichen.

„Wir reden hier von ca. 90 Stellen, die die Stadtverwaltung in kürzester Zeit ausschreiben müsste. Zusätzlich würden mindestens zwei weitere Stellen im Personalmanagement und bei der Vergabestelle benötigt.“

– stellvertretende Fraktionsvorsitzende Manfred Dietz

Der im Antrag genannte Vorwurf an die Reinigungsunternehmen, die Mitarbeitenden auszubeuten ist haltlos. Seit Jahren sind bei privaten Reinigungsfirmen beschäftigte Reinigungskräfte durch Tarifverträge abgesichert. Allein im letzten Jahr hat es laut Verwaltung eine 13% Tarifsteigerung gegeben, die den Beschäftigten zugutekommt. Gesichert wird dies durch rechtlich klare Ausschreibungen und Verträge. Die Überprüfung der Leistung durch den städtischen Reinigungsmeister führt zudem zu einem qualitativ gutem und für die Stadt wirtschaftlich darstellbarem Ergebnis.
Dem Emsdettener Haushalt 2023, welcher im Dezember verabschiedet werden soll, droht ein Minus von 24 Mio. €. Grüne, SPD und Linke werfen offenbar alle Ausgabendisziplin über Bord und wollen die Emsdettener Bürger mit nicht nachvollziehbaren Änderungen in einem funktionierenden Reinigungssystem mit weiteren Millionenbeträgen belasten.

Das selbst der Bürgermeister diesen Antrag seiner eigenen Fraktion klar ablehnen wird, dürfte ein deutliches Zeichen sein. Wir lehnen diesen finanztechnischen Wahnsinn, der zu keiner Verbesserung der Reinigungsleistungen führen wird, entschieden ab!

Haushaltplanung: Emshalle

Natürlich war ein Hauptthema unserer Haushaltssitzung abermals die Situation rund um die Emshalle und die aktuelle Sportstättendiskussion. Wir sind uns einig, dass wir den TVE-Gesamtverein und auch den Profihandball anders als die beiden anderen großen Rats-Fraktionen nicht im Regen stehen lassen wollen. Dies wurde auch in der jüngsten Fraktionssitzung am Mittwoch mit dem Vorstand des TVE-Gesamtverein bekräftigt.

„Es ist schon erstaunlich, dass sowohl Grüne als auch SPD zur Planung im Bereich des Hallenbades
umgekippt sind und hier nun unseren 18 Monate alten Antrag kopieren. Dieser Aktionismus versucht zu verschleiern,
dass Sie die Entwicklung unnötig verzögert haben. Wir könnten schon fast in der Bauphase sein!“

– Manfred Dietz. stv. Fraktionsvorsitzender

Wir bleiben dabei und wollen am alten Hallenbadgelände eine 3+1 Halle für den Schulsport zu bauen. Ein Breitensportcampus sollte sich anschließen.

“Hier muss der TVE sich natürlich finanziell beteiligen, aber wir sind bereit, auch um Synergieeffekte
mit dem Gymnasium und vielen anderen Vereine zu erzeugen, in eine öffentliche Mitfinanzierung zu gehen.“

– stellvertretende Bürgermeisterin Beatrix Steinbach-Möllers

Die Fraktion ist sich auch einig, dass der Antrag zu einer großen Sport-& Veranstaltungshalle an der Gustav-Ways-Strasse aktueller denn je ist. Natürlich muss hier über ein Investoren Modell gesprochen werden, aber die Stadt hat durchaus über das Grundstück, umliegende Infrastruktur und auch vielleicht als Ankermieter beim Schulsport, Möglichkeiten mit einzusteigen. In Greven wird dies gerade erfolgreich praktiziert.

Auch beim Thema Emshalle sind sowohl SPD als auch Grüne erfreulicherweise auf unsere Linie eingegangen, hier nicht hohe Millionenbeträge zu verschleudern, sondern nur den lange versprochenen Umbau für die Schiessfreunde sowie eventuell eine technische Sanierung vorzunehmen.

CDU Etatberatung

CDU Etatberatung: Haushaltsdisziplin ist das Gebot der Stunde –
Steuererhöhungen der falsche Weg

Unsere diesjährige Haushaltsberatungen verbrachten wir mit sehr intensiven Diskussionen. Hauptaugenmerk war dabei die stark angespannte Haushaltssituation der Stadt Emsdetten mit den befürchteten Konsequenzen für die kommenden Jahre.

„Das drohende Haushaltsicherungskonzept muss mit allen Mitteln verhindert werden, die Handlungsfähigkeit bei den freiwilligen Leistungen für Familien, Vereine, Schulen, Sport und Kultur darf
nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“

– Daniel Hellwig.

Konkrete Sparvorschläge macht die CDU unter anderem in folgenden Bereichen.
Der Verwaltungs-Haushalt soll um bis zu 1 Mio€ entlastet werden. Dies soll unter anderem durch eine geringere Ausweitung des Stellenplanes der Verwaltung erreicht werden. Die Stelle des
Energieberaters soll nur extern für ein Jahr, idealerweise auf Erfolgs-Basis, vergeben werden.

„Der geplante Stellenpool mit Kosten von rund 300.000€ ist aus Personalplanungssicht wünschenswert, passt aber nicht in die derzeitige finanzielle Lage. Außerdem wollen wir der Verwaltung von den beantragten, nicht gesetzlich vorgeschriebenen Stellen im Wert von rund 700.000€ einen Betrag von 300.000€ zur Verfügung stellen. Diese beiden Einsparungen ersetzen komplett die vorgeschlagene Steuererhöhung, welche zu Einnahmen von 767.000 € führen würde.“

– CDU Ratsfrau Beate Dawid.

Die Verwaltung soll hier selbst entscheiden, wo die Stellen am dringendsten benötigt werden.  Handlungsbedarf sehen wir unter anderm im Bereich des Bürgerbüros, sowie zur Qualitätssicherung und Umsetzung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes im Bereich des Jugendamtes.

Das bei der Grundsteuer eingesparte Geld soll bei den Emsdettener Bürgern verbleiben, welche zur Zeit in vielen anderen Bereichen durch horrend gestiegene Energie und die allgemeine Inflation schon bis zum Anschlag belastet werden.


„Die Emsdettener Grundschulen sollen im kommenden Jahr die beantragten zwei weiteren Mehrklassen bekommen. Eine neue Einfachhalle beim Umbau der KVG haben wir schon in diversen Sitzungen beantragt.“ 

– Schulausschussvorsitzende Karin Raffelsiefer.

Eine Halbtagsstelle im Wert von 45.000€ (!) bei der Galerie Münsterland e.V. lehnen wir ab

„Wenn wir nun anfangen Vereinen die Geschäftsführer zu bezahlen, werden wir im kommenden Jahr nachvollziehbarerweise etliche weitere Anträge auf Kostenübernahme ähnlich gelagerter Stellen
bekommen“

– Kulturausschussmitglied Stefan Ahman

Die zusätzliche Stelle im Verkehrsverein sieht die CDU auch nach Rücksprache mit Lukas Furth als Förderungswürdig an. Hier muss Emsdetten im Bereich Tourismus deutlich gestärkt werden.
Weitere signifikante Sparvorschläge wurden bereits in den laufenden Beratungen eingebracht.

So z.B. die Streichung des Ausbaus des Sandufers für weit über 2 Mio. €, die Streichung der Planungskosten für eine überflüssige Fahradstrasse am Grünring (hier hatte sich die CDU für eine Ertüchtigung des Mittelstreifens ausgesprochen), sowie den großen Umbau des Veranstaltungsbereiches in der Stadtbibliothek. Hier unterstützt die CDU nur den Austausch der Beleuchtung auf LED, was aus Gründen des Energieverbrauchs eine sinnvolle Investition darstellt. Ebenso soll die Neubeschaffung der Hütten für den Sternschnuppenmarkt und die Anschaffung der neuen Winterbeleuchtung um einige Jahre in bessere finanzielle Zeiten geschoben werden.

„Insgesamt Handeln wir mit den vorgeschlagenen Einsparungen verantwortungsvoll für Emsdetten, so wie es unser Auftrag ist. Maßvoll investieren, Bürger nicht zusätzlich belasten und ein Haushaltsicherungskonzept verhindern.“ 

– Daniel Hellwig

 

City-Schnitzeljagd 2022

Am Sonntag, dem 📅 07.08.2022 heißt es: rauf auf’s Rad, rein in den Fahrradanhänger und auf zur Entdeckungstour durch Emsdetten!

An insgesamt 7 Stationen der Schnitzeljagd können alle Familienmitglieder ihre Geschicklichkeit, ihr Wissen und Ausdauer testen, bis sie an der Endstation die verdiente Erfrischung erwartet.

Informationen zum Ablauf:

✅ Die Tour beginnt am Sagenbrunnen und ist mit einer Gesamtlänge von ca. 8 km auch gut geeignet für kleine Fahrrad-Anfänger. Die Route wird am Start der Schnitzeljagd mitgeteilt.

✅Am Ende der Tour warten am Hof Deitmar Getränke, Eis und Kuchen auf die Teilnehmer

✅ Starten kann man dort zwischen 10 und 16 Uhr ganz individuell.

✅ Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

✅ Um die vorgegebene Hygieneregelungen einzuhalten, ist es leider nicht möglich Essen oder Getränke zu reichen. Für Proviant muss jede Familie daher selbst sorgen.

✅ Die Tour richtet sich insebesondere an Familien. Kinder sollten nur in Begleitung  einer erwachsenen Begleitperson die Stadt erkunden.

CITY-SCHNITZELJAGD FÜR JUNG UND ALT

Spiel, Spaß und Sport für Groß & Klein! 

Am Sonntag, dem 📅 15.8.2021 heißt es: rauf auf’s Rad, rein in den Fahrradanhänger und auf zur Entdeckungstour durch Emsdetten!

An insgesamt 7 Stationen der Schnitzeljagd können alle Familienmitglieder ihre Geschicklichkeit, ihr Wissen und Ausdauer testen, bis sie an der Endstation die verdiente Erfrischung erwartet.

Informationen zum Ablauf:

✅ Die Tour beginnt am Sagenbrunnen und ist mit einer Gesamtlänge von ca. 9 km auch gut geeignet für kleine Fahrrad-Anfänger. Die Route wird am Start der Schnitzeljagd mitgeteilt.

✅ Starten kann man dort zwischen 10 und 16 Uhr ganz individuell.

✅ Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

✅ Um die vorgegebene Hygieneregelungen einzuhalten, ist es leider nicht möglich Essen oder Getränke zu reichen. Für Proviant muss jede Familie daher selbst sorgen.

✅ Die Tour richtet sich insebesondere an Familien. Kinder sollten nur in Begleitung  einer erwachsenen Begleitperson die Stadt erkunden.

CDU organisiert „Dankesgrüße zum Muttertag“

Die Emsdettener Christdemokraten legen ihre erfolgreiche Muttertags-Aktion vom vergangenen Jahr wieder auf, wegen der andauernden Pandemie allerdings in etwas veränderter Form.

Vorsitzender Hanno Moers: „Durch Home-Schooling, Notbetreuung und viele weitere Faktoren sind Mütter in den jetzigen Corona-Zeiten weiterhin besonders belastet.“ 2020 hatte die CDU einen Oldtimer-Bus gechartert, mit dem sie persönliche Dankesbotschaften von Kindern, Enkeln und Freunden per Lautsprecher überbrachte. Leider verhindert die aktuelle Lage, die Aktion diesmal in genau derselben Form zu wiederholen.

„Wegen vieler Nachfragen will die CDU Emsdetten es trotzdem auch in diesem Jahr möglich machen, Müttern einen persönlichen Gruß zu übermitteln“, so Moers weiter. „Als Zeichen der Wertschätzung legen wir noch ein kleines Präsent dazu“. Beides zusammen wird kontaktlos vor der Haustür abgelegt. Zahlreiche CDU-Mitglieder haben sich schon als „Freiwillige“ dafür gemeldet.

Wer seiner Mutter oder Großmutter einen derartigen Gruß ausrichten möchte, kann sich bis Donnerstagabend, 6. Mai 2021, unter info@cdu-emsdetten.de oder 01573 / 544 96 29 (SMS, WhatsApp, AB) bei den Christdemokraten melden. Diese nehmen auch gerne einen kurzen persönlichen Text für eine Grußkarte entgegen.

Sollten mehr Meldungen eingehen als Präsente zur Verfügung stehen, muss das Los entscheiden. Die CDU bittet dafür um Verständnis.

Webinar: Gleichstellung im ländlichen Raum

Die neugegründete Frauen Union Emsdetten bietet am Freitag, dem 11. Dezember 2020 um 18:00 Uhr ein erstes Webinar an.

Im Oktober 2019 veröffentlichte die BAG die Studie „Gleichstellung als Regionalentwicklung – zur Situation der kommunalen Gleichstellungsarbeit in ländlichen Räumen Deutschlands“.

Alina Saak, Projektmitarbeiterin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), bietet im Webinar einen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen von Gleichstellungsarbeit im ländlichen Raum. Anschließend kommen die Teilnehmer*innen ins Gespräch, wie die zentralen Studienergebnisse für die eigene Gleichstellungspolitik genutzt werden können. Interessierte sind herzlich eingeladen. Schreiben Sie uns eine kurze Mail an fu.emsdetten@gmail.com, dann erhalten Sie den Zugangslink.

Gründung der Frauen Union Emsdetten

Startschuss für die Gründung der Frauen Union
Neben der CDU Emsdetten, der Jungen Union Emsdetten und der Senioren Union in Emsdetten soll es auch bald eine Frauen Union geben.
Auf Initiative von Julia Schlinge, der Mitgliederbeauftragen der CDU Emsdetten, trafen sich interessierte Frauen aus den Reihen der CDU, um gemeinsam an der Gründung der Frauen Union Emsdetten zu arbeiten.
Der Vorschlag traf auf große Zustimmung und so ist die Gründungsveranstaltung bereits geplant. Dabei sollen sich die behandelten Themen keineswegs auf die typischen Frauenthemen beschränken, sondern die Vielzahl der alltäglichen Herausforderungen und Interessen abbilden, mit denen sich die CDU und die dazugehörigen Arbeitskreise beschäftigen.
Interessierte – egal, ob bereits CDU-Mitglied oder nicht – können sich unter fu.emsdetten@gmail.com melden.

Eine erste Aktion ist bereits für Freitag, dem 11. Dezember 2020 um 18:00 Uhr geplant:
Alina Saak, Projektmitarbeiterin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), bietet im Webinar einen Einblick in die Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen von Gleichstellungsarbeit im ländlichen Raum.
Interessierte sind herzlich eingeladen.
Schreiben Sie uns eine kurze Mail, dann erhalten Sie den Zugangslink.

Junge Union sammelt Geschenke für Rumänien

Die Junge Union Emsdetten ruft in diesem Jahr erneut dazu auf, Geschenke für bedürftige Kinder in Osteuropa zu packen und damit die Rumänienhilfe von Pfarrer Lutum zu unterstützen.

Die JU sammelt Päckchen für Kinder in Not 👧🎁🧒

Die Junge Union Emsdetten ruft in diesem Jahr erneut dazu auf, Geschenke für bedürftige Kinder in Osteuropa zu packen und damit die Rumänienhilfe von Pfarrer Lutum zu unterstützen. Die Päckchen werden mit dem kommenden Transport, im Januar nach Rumänien gebracht und Vorort an Bedürftige Kinder verteilt. 🎁
„Für viele Kinder in Rumänien ist das Päckchen das einzige Geschenk, solchen Kindern wollen wir eine kleine Freude bereiten.“, sagt JU-Vorsitzender Erik Eßmann. „Jedes einzelne Päckchen lässt Kinderaugen strahlen.“
Am 05. Dezember können die ersten Pakete direkt in der Geschäftsstelle der CDU (Borghorster Str. 4) zwischen 10 und 12:30 Uhr abgegeben werden. Am 12. und 19. Dezember folgen weitere Abgabetermine.
Gespendet werden können neue Kinderbekleidung, Schul- und Bastelsachen, Spielsachen, Hygieneartikel sowie originalverpackte Süßigkeiten. Es wird darum gebeten den gefüllten Karton in Geschenkpapier zu verpacken und zu verschnüren oder zu verkleben. Mit einem Aufkleber auf dem Päckchen kann kenntlich gemacht werden, ob das Geschenk für ein Mädchen oder einen Jungen ist und für welches Alter das Päckchen geeignet ist.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:
ju.emsdetten@googlemail.com

 

Fahrrad – Schnitzeljagd der CDU begeistert Familien

Sonne, Sonntag, Schnitzeljagd! –Fast 300 kleine und große Radlerinnen und Radler konnte man am letzten Sonntag fröhlich durch die Stadt fahren sehen. Die Fahrrad-Schnitzeljagd, organisiert von der CDU Emsdetten, hat Eltern, Großeltern und Kinder aller Altersklassen auf den sprichwörtlichen Drahtesel geholt. Die hochsommerlichen Temperaturen konnten die Teilnehmenden nicht davon abhalten, eine Tour mit Spaß, Spiel und Spannung zu erleben, die ihresgleichen sucht. Mit einem Wissens-Quiz am Sagenbrunnen startete die Schnitzeljagd mit 7 Stationen durch die Stadt und führte weiter zu bekannten Orten wie der Käthe-Kollwitz-Schule und der BMX-Strecke in Hollingen. Natürlich geführt durch die Schnitzeljagd-typischen Kreidezeichen, welche selbst von den Kleinsten gut sichtbar als Wegweiser genutzt werden konnten um die nächste Station zu finden. Am Rathaus angekommen, gab es für alle einen Eisgutschein der direkt bei den umliegenden Emsdettener Eisdielen eingelöst werden konnte. Drei der teilnehmenden Familien können sich in den nächsten Tagen zudem über einen Emsdetten-Gutschein im Briefkasten freuen. Wer etwas von dem bunten Treiben in der Stadt sehen möchte, kann die vielen Kreide-Kunstwerke der Kinder in den nächsten Tagen noch am Morgentaubrunnen bewundern. Teilnehmende und Organisatoren sind sich einig: das war ein wunderbares Familien-Event, dass wiederholt werden muss!

Emsdetten-Schnitzeljagd für Jung und Alt

Spiel, Spaß und Sport für Groß & Klein! 

Am Sonntag, den 📅 15.8.2021 heißt es: rauf auf’s Rad, rein in den Fahrradanhänger und auf zur Entdeckungstour durch Emsdetten!

An insgesamt 7 Stationen der Schnitzeljagd können alle Familienmitglieder ihre Geschicklichkeit, ihr Wissen und Ausdauer testen, bis sie an der Endstation die verdiente Erfrischung erwartet.

Informationen zum Ablauf:

✅ Die Tour beginnt am Sagenbrunnen und ist mit einer Gesamtlänge von ca. 9 km auch gut geeignet für kleine Fahrrad-Anfänger. Die Route wird am Start der Schnitzeljagd mitgeteilt.

✅ Starten kann man dort zwischen 10 und 16 Uhr ganz individuell.

✅ Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

✅ Um die vorgegebene Hygieneregelungen einzuhalten, ist es leider nicht möglich Essen oder Getränke zu reichen. Für Proviant muss jede Familie daher selbst sorgen.

✅ Die Tour richtet sich insebesondere an Familien. Kinder sollten nur in Begleitung  einer erwachsenen Begleitperson die Stadt erkunden.

CDU-Spitze schlägt Stefan Ahmann als Bürgermeister-Kandidaten vor

 „Unser Wunschkandidat“ / Großes Engagement in Emsdetten / Maschinenbau-Ingenieur und Berufsschullehrer / „Mein Herz hängt an dieser Stadt“

EMSDETTEN. Mit einem überaus bekannten Emsdettener für Emsdetten will die CDU ins Rennen um das hauptamtliche Bürgermeisteramt gehen. Stefan Ahmann soll es werden. Sein Emsdetten-Engagement ist groß: Freiwillige Feuerwehr, Stadtprinz, Vorsitzender des Bürgervereins Hembergen sowie Mitglied in vielen Vereinen.

Der 49-Jährige Stefan Ahmann ist gelernter KFZ-Mechaniker, diplomierter Maschinenbau-Ingenieur und hat anschließend ein Lehramtsstudium mit 2. Staatsexamen abgeschlossen. Derzeit arbeitet er Oberstudienrat am Berufskolleg Ibbenbüren und unterrichtet Auszubildende in den Fächern Wirtschaftslehre, Metalltechnik und Politik. Im Nebengewerbe führt er gemeinsam mit seiner Ehefrau einen landwirtschaftlichen Betrieb. „Ich stehe bereit, als Bürgermeister von Emsdetten für eine gute Zukunft zu kämpfen, denn mein Herz hängt an dieser Stadt“, sagt der zweifache Familienvater, der in Hembergen wohnt und aufgewachsen ist.

Als erste Hauptaufgabe eines neuen Bürgermeisters sieht der designierte CDU-Bürgermeisterkandidat, die Stadt Emsdetten aus den Corona-bedingten Auswirkungen heraus langsam und sicher in die Normalität zurückzuführen.

Folgende weitere Schwerpunkte – auch aus seinen persönlichen Erfahrungen heraus –  will Ahmann für Emsdetten setzen:

Ausbau der Angebote für junge Familien, Wachstumsmöglichkeiten des Wirtschaftsstandortes, Weiterer Ausbau der Digitalisierung, Stärkung der Bildungsqualität, Schaffung nachhaltiger Verkehrs-, Mobilitäts- und Umweltkonzepte sowie der Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

CDU-Ortschef Hanno Moers: „Stefan Ahmann ist unser absoluter Wunschkandidat für die Nachfolge von Georg Moenikes.“ Ahmann verkörpere Miteinander, volles Engagement und Herzblut für diese Stadt – und habe deshalb das Zeug dazu, ein Bürgermeister für alle zu werden, sagt Moers: „Seine Art ist es, zuzuhören, ansprechbar zu sein, die Ärmel hochzukrempeln und voranzulaufen. So einen braucht eine Stadt wie Emsdetten und so einen wollen wir als Bürgermeister haben.“

Auch Fraktionsvorsitzender Matthias Cieslak zeigt sich überzeugt, einen sehr geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. „Stefan Ahmann ist bestens vernetzt und sein Wort hat Gewicht“, erklärt Cieslak. Und weiter: „Stefan Ahmann hat aus allen Möglichkeiten, die sich ihm im Leben bisher boten, viel gemacht. Das gilt gleichermaßen privat wie beruflich und genauso im ehrenamtlichen Engagement.“ Beispielhaft führt er hierzu Stefan Ahmanns Weg vom Realschulabschluss über Kfz-Mechaniker-Ausbildung zum Fachabitur, seinem Abschluss als Dipl.-Ing. Maschinenbau an der FH Steinfurt und anschließendem, zweitem Studienabschluss mit Lehrbefähigung an. Cieslak: „Da weiß einer, mit Zielen vor Augen umzugehen.“

Politischen Stallgeruch bringt Stefan Ahmann auch mit. Er gehörte früher mal dem CDU-Vorstand an und war als Sachkundiger Bürger im damaligen Werks- und Verkehrsausschuss gewählt. „Für einen Neuanfang des Bürgermeisterpostens in unserer Stadt bedeutet auch das ein gutes Maß an Erfahrung“, erklärt Hanno Moers: „Von außen in den Stadtrat zu kommen, wird für frischen Wind sorgen“.

Die CDU plant ihre Mitgliederversammlung mit offizieller Nominierung ihres Bürgermeisterkandidaten in der letzten Juni-Woche.

 

Vorgestellt: Stefan Ahmann

  • Geboren 1971 im Emsdettener Krankenhaus
  • Verheiratet mit Jutta Holz-Ahmann, zwei Kinder: Zwölfjährige Tochter und 14-jähriger Sohn (beide besuchen das Gymnasium Martinum)
  • Grundschulbesuch Kardinal-von Galen Schule, Realschulabschluss an der Geschwister-Scholl-Schule
  • Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei Opel Berkemeier in Saerbeck
  • 1991 Fachabitur an der Berufsschule in Ibbenbüren
  • Maschinenbau-Studium an der FH Steinfurt – Abschluss Dipl. Ing. Maschinenbau 1994
  • Anschließendes Lehramtsstudium in Essen, Fachrichtungen Maschinentechnik, Wirtschaftslehre und Politik
  • 1999 – 1. Staatsexamen, 2 Jahre Referendariat in Steinfurt, 2002 – 2. Staatsexamen
  • Aktuell: Oberstudienrat am Berufskolleg Ibbenbüren für Metalltechnik, Wirtschaftslehre und Politik
  • Gewählt in den Lehrerrat (Personalrat) des Berufskollegs
  • Mitglied des Prüfungssauschusses für Feinwerkmechanik und Metallbau
  • Unterstützung der Ehefrau bei der Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes und eines Pensions- Ausbildungsstalls für Pferde
  • Seit 2015 Vorsitzender des Bürgervereins Hembergen
  • Auch Mitglied der Westumer Einigkeit und der Bürger-Schützengesellschaft
  • Seit über 30 Jahren aktiver Feuerwehrmann in der Freiwilligen Feuerwehr Emsdetten
  • CDU-Mitglied seit 1999 (vorher Mitglied der Jungen Union; außerdem Mitglied im CDU-Vorstand gewesen, genauso wie Sachkundiger Bürger im Werks- und Verkehrsausschuss)
  • Stadtprinz 2012, ehemals Mitglied des Vorstandes der KGE, aktives Mitglied der KGE-Prinzengarde
  • Weitere Hobbys: Natur erleben und genießen, Spaziergänge und Fahrradtouren, Freiwillige Feuerwehr, Bürgerverein Hembergen, Karneval, Schützenwesen, Reitsport, Jagd, Kegeln

 

„Helga 2.0“ – als Ausgleich für Handel und Gastronomie: CDU will am liebsten „Alltagsmenschen“ zu Hilfe rufen

Stadt soll im nächsten Jahr „Event mit starker Anziehungskraft“ auf die Beine stellen

 EMSDETTEN. Die Emsdettener CDU will am liebsten den ganz großen Coup, um „mit vereinten Kräften“ Handel und Gastronomie in Emsdetten wiederzubeleben. Der Arbeitstitel, der über ihrem aktuellsten Ratsantrag steht, lautet „Helga 2.0“ – und verrät Emsdetten-Kennern, was passieren soll.

Die CDU macht sich dafür stark, Christel Lechners beliebte Betonfigurenausstellung „Alltagsmenschen“ für das nächste Jahr 2021 nach Emsdetten zu holen. Es wäre die Rückkehr der überlebensgroßen Figuren nach zehn Jahren, von denen einst Figur „Helga“ in Emsdetten blieb und heute auf dem Bahnhofsplatz steht. Falls es mit den „Alltagsmenschen“ nicht klappt, soll die Stadt alternativ „ein Event mit starker Anziehungskraft“ auf die Beine stellen. Geld dafür müsse aus dem städtischen Etat kommen. Ziel ist es, „die coronabedingten Einbußen des Jahres 2020 für Handel und Gastronomie zu kompensieren“.

Zugleich möchte die CDU, dass die Stadt Emsdetten über ihre beiden Service-Center Wirtschaft und Innenstadt kurzfristig Akteure von Verkehrsverein, Stroetmanns Fabrik, EMSIG, Wirteverein und vom Netzwerk „Emsdetten.Einfach.Machen.“ an einen Tisch holt. Dieser neue Arbeitskreis soll sich zum einen mit der Organisation und Durchführung eines solchen Events beschäftigen – zum anderen ebenso mit der Entwicklung weiterer Maßnahmen zur Wiederbelebung von Handel, Hotellerie, Gastronomie und Events beauftragt werden.

„Wünschenswert sind möglichst schon kurzfristig entwickelte und abgestimmte, kreative Ideen – zum Beispiel auch ein Re-Opening-Projekt im Frühjahr 2021“, heißt es in dem Antrag, der gemeinsam vom Fraktionsvorsitzenden Matthias Cieslak und Parteivorsitzenden Hanno Moers verfasst worden ist.

Die Ausstellung „Alltagsmenschen“ sei als Vorzeige-Veranstaltung beispielhaft aufgeführt, „aufgrund des einst großen Erfolgs in unserer Stadt im Jahr 2011“, so die CDU in ihrem Antrag: „Der Abstand eines Jahrzehnts kann ein guter Anknüpfungspunkt für eine Neuauflage sein.“ Sollte dies nicht zu realisieren sein, schlägt die CDU vor, nach „adäquaten Alternativen“ zu suchen.

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CDU-Senioren-Union diskutiert Lockerungen in der Corona-Krise

Beim Schutz darf Alter keine Rolle spielen

(Archivbild aus der Zeit vor der Corona-Krise!)

Emsdetten. In einer Telefonkonferenz hat sich der Vorstand der CDU-Senioren-Union Emsdetten insbesondere mit den Lockerungen von Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise befasst. Beim Schutz der Bevölkerung vor der Ansteckungsgefahr dürfe es keine Unterscheidung aufgrund des Lebensalters geben. Daher gilt die Sorge der Senioren auch der Situation in Alten- und Pflegeheimen. Die oft alleinstehenden Bewohner leiden unter der Isolation und dem fehlenden Kontakt zu Kindern, Enkeln und Urenkeln. Dieser könne durch Telefonanrufe und der Bildtelefonie nicht oder nur unzureichend ersetzt werden.  Vorsichtige Schritte zu einem Ausweg aus Besuchsverboten und Kontaktsperren helfen sowohl den leidenden Heimbewohnern als auch den oft verzweifelten Angehörigen. Bis zu umfassenderen Lockerungen der Kontaktsperren müssten in den Heimen Vorkehrungen getroffen werden, die einerseits zu Besuchermöglichkeiten, andererseits zum Schutz vor weiteren Infektionen beitragen. Dazu verlangt die Senioren-Union u.a. vermehrte Viren-Tests für Mitarbeiter und Bewohner, die Einrichtung von speziellen Besuchszimmern, ggf. mit Trennwänden, Schutzanzügen, Mund- und Nasenschutz, sowie Desinfektionsmittel für Besucher und Kontaktpersonen. Ziel müsse es sein, eine verantwortungsbewusste Balance zwischen Schutzmaßnahmen, individueller Selbstbestimmung und emotionaler Zuwendung in Form persönlicher Kontakte zu finden. Gleichzeitig fordert die Senioren-Union ein konsequentes und strenges Vorgehen gegen solche Personen, die sich teils mit provokanten Aktionen bewusst über Kontaktbeschränkungen hinwegsetzen und so sich und andere Menschen leichtsinnig gefährden. Allerdings sei man sich mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel einig, die vor zu schnellen und weitgehenden Schritten warnt und außerdem größte Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen anmahnt.

Externe Kinderbetreuung und Begleitung während der Somme

Schulen und Kindertagesstätten sind seit Mitte März für die meisten Kinder und Jugendlichen geschlossen. Aktuell werden Schulen und Kindertagesstätten teilweise wieder geöffnet, aber nur für bestimmte Jahrgänge und nur in einem sehr begrenzten Umfang. Das bedeutet auch: Viele Eltern müssen sich weiter um die Betreuung ihrer Kinder kümmern – und nebenbei arbeiten. Teilweise haben Eltern bereits ihren Jahresurlaub genommen, um die Betreuung ihrer Kinder in der Corona-Zeit sicherzustellen. Daher sind den Emsdettener Christdemokraten zwei Punkte aktuell ganz besonders wichtig:

  1. Wie kann in den Sommerferien eine OGS-Betreuung abgebildet werden?
  2. Wie können Ferienangebote für Kinder doch noch durchgeführt werden?

Diese Themen liegen originär nicht im städtischen Gestaltungsbereich und hängen stark von den landesweiten Corona-Schutzverordnungen ab. Hier gibt es derzeit verschiedene Überlegungen, immer unter den richtigen und wichtigen Aspekten – Risikogruppen im Betreuungsbereich maximal zu schützen, gleichzeitig aber so früh wie möglich verantwortungsvoll wieder in einen Regelmodus zu kommen und die Eltern dringender Weise zu entlasten.
Über unsere Abgeordneten haben wir die Punkte in Düsseldorf platziert, wir werden selbstverständlich dranbleiben und werden Euch auf dem Laufenden halten.

Wie immer, senden Sie uns gerne Ideen und Anregungen zum Thema Ferienbetreuungsmöglichkeiten an die CDU-Kontaktdaten.

 

Senioren Union organisiert Saatgut für 50.000 qm Blühwiesen

Mit der Aktion „Blühwiese“ setzt die CDU-Senioren-Union Emsdetten besondere Maßstäbe. Nach vielen Gesprächen im Vorstand der CDU-Senioren, mit dem Initiator Paul Albers und  dem Ortslandwirt, Heiner Stegemann,  ist trotz Corona das Thema „Blühwiesen“ nunmehr zum Abschluss gebracht worden. Im Ergebnis heißt es, dass an vielen verschiedenen Stellen in Emsdetten 20 Morgen Land (ca. 50.000 qm) für die Erstellung von Blühwiesen eingesät worden sind.

Das ist laut Wissen der CDU-Senioren einmalig im Münsterland. Hierfür brauchte die Stadt keine Gelder zur Verfügung zu stellen. Die entstandenen Kosten wurden von diversen Sponsoren getragen. Das regionale Saatgut sorgt für eine bienenfreundliche Blühwiese. Ihre Blüten bieten außerdem Nahrung für die vielen heimischen Insekten. Diese sind wiederum zwingend notwendig für das Überleben aller Jungvögel und Bodenbrüter.

Danke sagten der Erste Vorsitzende der CDU-Senioren, Gerd Schnellhardt, und der Initiator, Paul Albers, bei einem Treffen mit dem Ortslandwirt, Heiner Stegemann, der für die Ausführung der Aktion verantwortlich zeichnet. Dank galt auch Johannes Lutum, der für alle Landwirte die Einsaat vorgenommen hat. Bei dieser Gelegenheit hat einer der Sponsoren, die Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup, ihre Spende an die Senioren-Union und dem Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsvereins Emsdetten überreicht. Wenn die Wiesen in voller Blüte stehen und Corona es zulässt, werden alle Beteiligten zu einer Besichtigungsfahrt mit anschließendem Umtrunk eingeladen.

MIT vor Ort – zu Gast bei Emsdettener Reisebüros

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

MIT-Vorsitzender Tim Altepost war bei den Emsdettener Reisebüros Reiseagentur Grenzenlos sowie Reisebüro Ute Lüken-Schencking zu Gast  und sprach mit den Inhaberinnen Ann-Katrin Preckeler und Nadine Nitsche, über die Auswirkungen der Corona-Krise auf ihr Geschäft, ihren Arbeitsalltag, Perspektiven nach Lockerungen der Reisebeschränkungen sowie deren Forderungen und Wünsche an die Politik.

 

Tim Altepost: Klasse, dass ihr euch beide die Zeit genommen habt. Von den bereits geführten Interviews spiegelt unser Gespräch wahrscheinlich die realen Auswirkungen der Corona-Krise am deutlichsten wieder. In welcher Form kann man überhaupt noch von Tagesgeschäft sprechen?

Ann-Katrin Preckeler: Absolut gar nicht. Leider. Unsere momentane Arbeit hat nichts mit dem normalen Arbeitsalltag zu tun. Wir verkaufen normalerweise etwas Schönes, wir beraten und haben nur mit glücklichen Menschen zu tun die, die schönste Zeit des Jahres planen. Nun sieht es so aus, dass wir Stornoberater sind. Wir telefonieren den ganzen Tag, schreiben Mails usw. Und mit jedem Telefonat und mit jeder Mail mehr haben wir ein negatives Einkommen. Denn wir werden nur dann bezahlt, wenn eine Reise auch tatsächlich stattfindet. Das bedeutet bei jeder abgesagten Reise einen Verlust! Die Arbeit haben wir schon lange davor erbracht.

Wir geben Auskunft über AGB, was sinnvoll ist, wie es mit der Restzahlung aussieht. Eigentlich sind wir aktuell Stornoberater, Seelsorger, Therapeut, Rechtsanwalt/Berater und Krisenmanager. Und das alles umsonst!

Nadine Nitsche: Leider kann man von überhaupt keinem Tagesgeschäft mehr sprechen. Die im ca. letzten dreiviertel Jahr gebuchten Reisen werden alle seitens der gebuchten Reiseveranstalter abgesagt. Wir kümmern uns nur noch um die Reiseabsagen, Umbuchungen, Fragen und selbstverständlich auch Sorgen der Kunden. Zuvor war es erstes Gebot alle Kunden, die sich noch im Ausland befunden haben nach Deutschland zurück zu bekommen. Alles aus reinstem Idealismus, denn bezahlt wurden wir dafür nicht.

Tim Altepost: Die gesamte Tourismusbranche ist von jetzt auf gleich weltweit zum Erliegen gekommen. Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation auf Eurer Geschäftsmodell und ist nicht „absolut existenzbedrohlich“ hier die einzig reale Ausdrucksweise?

Nadine Nitsche: Oh ja. Vor allen Dingen versteht kaum jemand wie ernst die Lage für uns Reisebüros wirklich ist. Man stelle sich vor, ein Reifenhändler verkauft im Herbst Winterreifen und zieht diese auf, es kommt kein Winter und er darf dann im Frühjahr diese auf eigene Kosten abziehen und den vollen Preis zurückerstatten. Heißt für uns konkret, die gesamte Arbeit des letzten dreiviertel Jahres war für die Katz. Wir haben die Beratung für unsere Kunden geleistet und danach im besten Fall die Buchung dafür vorgenommen. Für eine Buchung bekommen wir die Provision. Diese bleibt nur im Reisebüro, wenn die gebuchte Reise auch durchgeführt wird. Nun gibt es das weltweite Reiseverbot, sprich alle Reisen werden abgesagt. Die Reiseveranstalter wälzen erneut die Arbeit auf uns ab und wir bekommen keinen einzigen Cent dafür. Im Gegenteil. Die bereits erhaltene Provision wird zurückgefordert, oder gar nicht erst gezahlt. Durch das hohe Arbeitsaufkommen und durch täglich neue Informationen und Bearbeitung der Absagen produzieren wir laufend weitere Kosten, da ich meine Mitarbeiter brauche und nicht alle in 100% Kurzarbeit schicken kann. Durch die Informationsflut weiß kaum einer mehr, wo ihm der Kopf steht und alle haben Angst um ihren Job. Ich selbst bin Mutter von zwei Kindern (1 und 4 Jahre) und kann nicht den Umfang leisten wie zuvor ohne Kinder, da auch mein Mann Vollzeit arbeitet.

Niemand bietet uns eine Perspektive. Die Kosten laufen weiter, wir können nicht einfach einen Außer-Haus Verkauf machen oder etwas Kreatives in unserem Bereich anbieten. Die Soforthilfe reicht hinten und vorne nicht und für sich selbst darf man keinen Cent dafür ausgeben. Sprich seit März auch keinen einzigen Euro an Verdienst für die privaten Kosten.

Ich bin seit 2002, sprich bald 20 Jahre, mit meinem Büro selbstständig. Angefangen mit einer Auszubildenden und den jetzigen Stand hart erarbeitet. 2013 meinen privaten Wohnsitz nach Emsdetten verlegt um den Traum des „großen“ Büros zu leben. Alles was man sich in dieser Zeit aufgebaut hat, geht gerade den Bach herunter. Hinzu die Sorgen um die Zukunft.

Im vergangenen Jahr waren wir ein halbes Jahr durch den Bau des neuen Kreisverkehrs von der Welt abgeschnitten, hinzu kam noch die Thomas Cook Pleite. Allein durch die Pleiten der vergangenen Jahre hat kaum noch ein Reisebüro Reserven.

Ann-Katrin Preckeler: Da kann ich dir nur zu 100% zustimmen. Wie bereits erwähnt, arbeiten wir aktuell kostenlos und erzielen noch ein negatives Einkommen. Erzähle mir mal, in welcher Branche dies noch so ist?! Ich kenne keine. Wenn ich meinen Job nicht so lieben würde, würde man die Situation kaum aushalten. Es ist definitiv absolut existenzbedrohend, denn wir haben keine Einnahmen, müssen bereits erarbeitete Geld zurückzahlen und erhalten Geld nicht, welches wir aber vor Monaten bei der Beratung schon erarbeitet haben. Zudem ist das Aufkommen so hoch, da die Menschen alle verunsichert sind, dass ich eine 80 Stunden Woche habe. Meine Mitarbeiter musste ich alle in die KUG 0 schicken, da keine Einnahmen da sind. Da der Arbeitsaufwand aber allein nicht zu schaffen ist, muss ich diese stundenweise zurückholen. Also habe ich weiter Ausgaben und keine Einnahmen. Diesen Zustand hält man nicht lange durch. Hinzu kommt, dass ich als Inhaberin nicht einen Cent Unterstützung erhalte. Würde ich nicht in einer Partnerschaft leben (nicht verheiratet) würde ich wortwörtlich auf der Straße stehen“ und das als Unternehmerin. Ich habe das Büro vor fünf Jahren aufgebaut, als „Ein-Frau-Büro“ gestartet und hatte 8 Mitarbeiter, zwei musste ich bereits entlassen. Durch die Insolvenzen von Thomas Cook und Germania im vergangenen Jahr habe ich schon viel Geld verloren. Nun sind keine Reserven da, dafür sind wir ein zu junges Unternehmen.

Tim Altepost: Die Presse spricht oft von Branchengrößen, wie Lufthansa oder TUI und verspricht Sofortmaßnahmen. Das hört der schnelle Leser gerne. Von den Reisebüros, die ebenfalls unmittelbar betroffen sind, hört man wenig, obwohl zehntausende Menschen hier direkt im Fokus stehen sollten. Muss die Politik hier den Blickwinkel schärfen?

Ann-Katrin Preckeler: Definitiv muss sie das. Wären wir alle 10.000 Büros, ein Unternehmen, hätte die Politik schon lange reagiert. Nun sind wir aber alle eigenständig und wir interessieren niemanden. Dass wir aber während der Krise von Anfang an die einzigen Ansprechpartner der Kunden waren und Kunden aus dem Ausland zurückgeholt haben, damit sie nicht auf den Regierungsflieger angewiesen sind, interessiert niemanden. Wir haben gerade die ersten 14 Tage nach völligem Ausbruch (13.03.) fast rund um die Uhr gearbeitet, um unsere Kunden aus dem Ausland zu holen. Auch Onlinekunden haben wir geholfen, die sich an uns gewandt haben. Die großen Veranstalter wie TUI waren gar nicht zu erreichen. Sie haben von jetzt auf gleich die Telefone ausgestellt und sind lediglich per Mail zu erreichen. Auch andere haben dies getan. Fluggesellschaften erreichte man gar nicht mehr. Wir waren komplett auf uns alleine gestellt und mussten die Situation meistern. In dem Moment sind wir definitiv „Systemrelevant“ gewesen. Aber wir wurden mit keinem Wort erwähnt und ich glaube man weiß in der Politik gar nicht was wir hier alles leisten. Das ist so traurig. Viele Politiker kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Reiseveranstalter und Reisebüro… und auch das alles haben wir kostenneutral abgewickelt.

Nadine Nitsche: Das sollte sie, denn bald werden nicht mehr viele von uns übrigbleiben, wenn nicht sofort etwas passiert. 10 000 Reisebüros in Deutschland sind nicht relevant? Nimmt man mal nicht jedes Büro für sich, sondern die kompletten Reisebüros Deutschlands mit deren Mitarbeitern, kann ich nicht mehr nachvollziehen, warum sich politisch nichts tut. Wir sind zuerst in die Krise gegangen und sind die letzten die raus kommen werden. Keine Planungssicherheit, Existenznöte, die Informationsflut treibt bereits viele Inhaber in ein Burnout. Besonders diejenigen, die keinen Partner haben oder für das Familieneinkommen zuständig sind. Kommt eine weitere Soforthilfe? Gibt es eine weitere nicht zurückzahlbare Unterstützung, denn Kredite sind keine Lösung. Wie kann ich meine Mitarbeiter einsetzen, um auch deren Sorgen etwas zu lindern, denn dafür zu bezahlen sieht ohne weitere Hilfen mehr als schwarz aus. Wir Reisebüros sind direkt am Kunden, wir sind diejenigen, die sich gerade kümmern, die die Kunden zurückgeholt haben und ein offenes Ohr für die Sorgen haben, wobei doch jeder einzelne Mitarbeiter und Inhaber selbst vor dem Abgrund steht.

Warum sind nicht wir systemrelevant, machen wir doch gerade unsere Jobs und das ganze ohne Bezahlung. Wer kümmert sich, damit nicht alles zusammenbricht? Jedenfalls nicht die Veranstalter, die binnen eines Tages 1,8 Milliarden Euro bewilligt bekamen und seit dem ersten Tag nicht mehr telefonisch für uns und auch die Kunden erreichbar sind und kurz zuvor noch Dividenden auszahlen konnten. Jetzt bettelt wieder die Autoindustrie. Ich kann es nicht mehr hören. In all den Nöten der letzten Jahre haben wir gekämpft und noch nie gejammert oder etwas gefordert. Aber jetzt sind auch mal wir dran, denn das Fass ist mehr als voll.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen seht ihr generell für die Tourismusbranche, vielleicht auch erst nachgelagert, über die nächsten Jahre? Muss hier neben Soforthilfen nicht auch über Jahre weiter stabilisiert / subventioniert werden?

Nadine Nitsche: Na klar, sein wir doch mal ehrlich. Es wird Jahre dauern, bis sich die Tourismusbranche davon erholt hat und wer weiß, was da noch alles an Auflagen kommt.

So lange sollte uns eine Planungssicherheit gegeben werden. Auch muss generell über unsere Vergütung gesprochen werden. Wir leisten so viel unbezahlte Arbeit. Gerade jetzt zeigt sich, dass wir eine nicht rückzahlbare Provision bei Buchung und nicht nur bei Stattfinden der Reise benötigen. Auch die Mehrarbeit, die wir gerade kostenlos erledigen, muss honoriert werden, oder sonst vom Reiseveranstalter erledigt werden.

Ann-Katrin Preckeler: Da wir in den meisten Fällen erst nach Reiseantritt bezahlt werden, müssen wir die Provisionen nach Buchung erhalten und auch behalten dürfen, selbst wenn die Reise nicht stattfindet. Wir haben unseren Vertrag erfüllt, indem wir dem Kunden beratend/betreuend zur Seite stehen/standen und den Veranstalter vermittelt und empfohlen haben. Da muss politisch einfach was passieren.

Tim Altepost: Wie ist die Zusammenarbeit mit lokalen Einheiten aus Emsdetten? Werden Förderprogramme und Kurzarbeit in Anspruch genommen und hat das reibungslos funktioniert?

Ann-Katrin Preckeler:  Von der Stadt selber habe ich bis jetzt nichts gehört! Da kann ich also nichts zu sagen. Da habe ich keine Hilfe erhalten. Bisher. Die Soforthilfe NRW wurde in Anspruch genommen. Hilft aber bei den aktuellen Fixkosten lediglich für 2,75 Monate. Und auch davon, darf ich mir als Inhaberin nichts nehmen. Aber zumindest sind wir knapp 3 Monate weiter…. Auch das KUG 0 haben wir in Anspruch nehmen müssen. Ohne dieses Programm wären wir schon nicht mehr da.

KfW-Kredite bringen uns Reisebüros nichts. Wir wissen doch gar nicht wie es weiter geht…. Wir benötigen direkte Hilfe! Wir wollen doch einfach nur unser bereits verdientes Geld behalten und bekommen. Das wäre etwas, was uns schon einmal helfen würde. Wenn auch nur vorerst, aber es würde etwas helfen. Wir haben ja momentan nicht einmal ein Produkt, welches wir verkaufen können. Wir haben ja quasi ein Berufsverbot von ganz oben erhalten. Wie sollen wir da denn dann wieder selber Geld verdienen? Also benötigen wir massive Unterstützung und das sofort. Seit Wochen nun wird diskutiert und diskutiert und nichts passiert. Ich möchte mal die Gastronomen sehen, wenn diese zu der aktuellen Situation auch noch ihre Marge für den verkauften Kaffee zurück geben müssten…

Nadine Nitsche: Ich habe im März Kurzarbeit angemeldet. Wochenlang hat die Genehmigung gedauert und große Sorgen ausgelöst. Soforthilfe beantragt, dann kam der Auszahlungstop der Regierung und die Nerven lagen mehr als blank. Mittlerweile ist das Geld da. Selbst habe ich das Wirtschaftscenter kontaktiert und gefragt, ob es noch weitere Tipps gibt und wie man als Inhaber seinen Lebensunterhalt finanziert bekommt. Dort war man sehr nett und zuvorkommend. Das Erstgespräch zu Auflagen bei einer evtl. geplanten Öffnung auf Termin bei der Corona Stelle der Stadt war eine Katastrophe. Erste Antwort, dürfen Sie denn überhaupt öffnen? Ich kann ihnen nicht sagen, wie es sich mit Reisebüros verhält. Sie können doch eh nichts verkaufen, verstehe gar nicht, warum sie sich Gedanken über eine Öffnung machen. Sollte dann alles schriftlich formulieren, damit man mir antworten konnte. Als hätte man da noch Zeit für. Es haben sich ja alle die letzten Wochen nur gelangweilt, da nicht gereist werden konnte. Kaum jemand kann sich unsere Lage hineinversetzen. Die schriftliche Antwort kam allerdings recht zügig und war tadellos! 

Tim Altepost: Wie sieht Eure Perspektive / Ausblick aus, helfen die ersten Lockerungen aus Österreich, Türkei und Kroatien der Branche? Auch Bayern, Niedersachen stellen bereits behutsame Öffnungen in Aussicht.

Nadine Nitsche: Sie sind vielleicht ein ganz kleiner Lichtblick, aber wahrscheinlich nicht wirklich relevant. Der größte Schaden wurde bereits angerichtet und weitere Absagen folgen. Der Sommer in Deutschland war auch schon vor Corona mehr als gut gebucht. Ich denke, auch hier könnten noch weitere Absagen folgen, da Hotels ja nicht komplett ausgelastet sein dürfen. Ein paar Buchungen für die Vor- und Nachsaison bekommen wir Reisebüros vielleicht ab, wenn die Reiseveranstalter auf Zack sind. Sind sie aber gerade nicht und haben kaum buchbare Angebote für uns. Wir hoffen, dass sich dies in den nächsten Tagen ändert. Die Wintersaison und das Jahr 2021 könnte wieder etwas anlaufen. Viele Kunden sind aber auch noch verunsichert und möchten eine Neubuchung noch nicht riskieren. Dafür gibt es noch zu viele Unsicherheiten wie es weiter geht. Eine Normalität wird garantiert erst in der Saison 2022/23 erwartet. Für diese Zeit benötigen wir eine Planungssicherheit.

Ann-Katrin Preckeler: Ich sage mal so… direkt – helfen Sie nicht, da ja auch vor der Krise schon 70% ausgebucht war in Deutschland. Indirekt denke ich aber hilft es schon, da man merkt, dass sich die Lage etwas „entspannt“. Dadurch fangen wir Menschen wieder an lockerer nachzudenken und auch Fernweh zu entwickeln. Die Lust auf Urlaub nimmt wieder zu und dies ist dann wieder super für uns. Allerdings nicht mehr für dieses Jahr. Ich denke, das ist fast gelaufen. Deshalb müssen wir ja planen, dass wir erst Mitte nächsten Jahres wieder Geld verdienen werden. Da bei den meisten aufgrund der aktuellen Gegebenheiten Provisionen erst nach Abreise bezahlt werden. Und vor dem Sommer 2021 wird nicht mehr viel passieren. Ich hoffe, dass es im Herbst wieder etwas mehr wird, aber das wird kein Vergleich zum Vorjahr werden. Aber ich sehe es dennoch als positiv an was die Lockerungen angeht.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Ann-Katrin Preckeler: Bitte berücksichtigt uns doch einmal. Wir arbeiten an unserer Belastungsgrenze, haben Existenzängste und geben dennoch tausenden Kunden Sicherheit und beruhigen sie. Und das obwohl wir selbst nicht wissen, was mit uns passiert. Wir haben viele Kunden aus dem Ausland geholt. Ganz ohne Hilfe und haben alles gegeben, besser gesagt geben wir noch alles. Wir benötigen dringend finanzielle Hilfe. Und da rede ich von richtiger Hilfe und keine Kredite. Wir müssen unser Geld behalten dürfen und auch bekommen – für alle abgesagten Reise. Außerdem brauchen wir weitere Unterstützung, da wir einfach ein Berufsverbot von oben haben. Ich möchte mich nicht an der Krise bereichern, aber ich möchte mir auch im Herbst noch mein Essen kaufen können und meinen Mitarbeitern versichern können, dass auch sie keine Angst um ihren Job haben müssen. Wir brauchen wirklich schnelle finanzielle Klarheit! Einfach um uns auch endlich darauf vorbereiten zu können, wie wir uns vielleicht auch neu ausrichten, um in der Zukunft nicht noch einmal in so eine Situation zu kommen. Aber dafür benötigt man einen klaren Kopf. Den hat man nur, wenn man keine Existenzängste hat und endlich mal wieder schlafen kann.

Nadine Nitsche: Einfach mal gesehen werden und verstehen, was sich in den Reisebüros abspielt. Ein klares Statement, ob wir auf Dauer unterstützt werden, oder nicht. Dann kann jeder Inhaber für sich entscheiden, ob er den Wahnsinn weiter mitmacht oder das sinkende Schiff verlässt, ohne komplett unterzugehen und sich privat rein zu reißen. Sprich, gefordert werden weitere Soforthilfen, und zwar planbar. Wir können uns nicht ständig neu sorgen und das über den Zeitraum von deutlich mehr als einem Jahr. Es hieß Soforthilfe für drei Monate. Und danach?

Wir müssen unser Personal bezahlen können. Die Arbeit ist da, aber kein Verdienst. Auch hier muss es weitere Zuschüsse geben. Einen Betrag x für die Inhaber der Einzelfirmen. Auch unsere Reserven sind erschöpft und wir wollen von unserer Arbeit leben können. Überarbeitung des KUG. Feiertage, Urlaube müssen gezahlt werden. Wie soll das gehen? Sollte man es dennoch nicht schaffen, müssen geänderte Bedingungen bei einer Kündigung bzw. Schließung des Geschäfts ohne Insolvenz her. Es kann sich dann niemand leisten, in den Fristen auch nur einen Cent zu zahlen. Auch habe ich den Wunsch, dass die Politik mal genauer hinschaut. Die Corona-Situation wird von zu vielen Firmen ausgenutzt. Es wird vorsorglich Kurzarbeit beantragt, obwohl die Zahlen noch gut aussehen. Hilfen oder Kredite werden beantragt, weil es gerade günstig ist u.v.m. So bleibt für die, die wirklich darauf angewiesen sind nicht mehr viel übrig. Und „last but not least“ stuft uns als relevant ein, damit auch meine Mitarbeiter, wenn sie hier sind, ihre Kinder gut betreut wissen.

Tim Altepost: Herzlichen Dank für das sehr offene und emotionale Gespräch. Ich glaube, hiermit wird auch jedem Außenstehenden eindeutig klar, wie bedrohlich die aktuelle Lage ist und dass die Situation kaum mit anderen Branchen vergleichbar ist. Ich werde euer Anliegen im MIT Kreisvorstand präsentieren und auch zusammen mit den CDU Verbänden weiter begleiten.

 

MIT vor Ort – zu Gast bei der VerbundSparkasse Emsdetten·Ochtrup

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

MIT-Vorsitzender Tim Altepost war bei der VerbundSparkasse Emsdetten·Ochtrup zu Gast und sprach mit Vorstandsmitglied Peter Hensmann, im Vorstand für den Firmenkunden-Bereich zuständig, über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die heimische Wirtschaft.

Tim Altepost:
Die Funktion der lokalen Finanzinstitute spielt eine elementare Rolle in der Wirtschaft und die VerbundSparkasse ist für viele Emsdettener Unternehmen die erste Anlaufstelle. Welchen Einfluss nimmt die Corona Krise auf das Tagesgeschäft?

Peter Hensmann:
Der Einfluss ist erheblich. Zum einen ändert sich die Bedeutung der Vertriebswege aufgrund der Infektionsgefahren. Persönlicher Kontakt findet nur noch in Ausnahmefällen statt. Der Austausch erfolgt vorwiegend telefonisch/digital/online. Da ist es gut, dass unsere Kunden ihre Berater in der Regel gut kennen, aber auch, dass wir mit der Einführung des FirmenkundenZentrums zum Jahresanfang die technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen haben.
Dann wirkt sich die Krise auch inhaltlich aus. Viele Kunden erleben Absatzverluste und Kontaktbeschränkungen, die in der Summe zu einer Ergebnis- und Liquiditätskrise führen
können. Hier ist die enge Begleitung durch die örtliche Sparkasse ganz wichtig.

Tim Altepost: Das ist ein interessanter Punkt. Wie unterstützt ihr im Moment die lokale Wirtschaft, auch
gerade in Bezug auf die Stabilisierung der Unternehmensliquidität?

Peter Hensmann: Wir unterstützen die Wirtschaft im Augenblick sehr massiv. Anträge auf Tilgungsaussetzungen
wurden bereits in großem Umfang bewilligt und umgesetzt. Wir geben neue Darlehen und
beschaffen somit weitere Liquidität. Und zuletzt stehen wir auch zu unseren Zusagen und
halten die Kreditlinien auch bei verschlechterten Rahmenbedingungen weiter aufrecht.

Tim Altepost: Wie ist die Zusammenarbeit mit öffentlichen Förderinstituten wie KfW und NRW.BANK? Welche Risiken respektive Regularien (z.B. hohe Anforderung an Liquiditätsplanung für kleine Unternehmen) siehst du hier für euch aber auch den
Mittelstand?

Peter Hensmann: Die Zusammenarbeit funktioniert gut. Hier sind wir auch über Jahre eingespielt. Die neuen Förderdarlehen können technisch mit den bestehenden und erprobten Systemen beantragt
werden. Durch Institutsbetreuer der Förderbanken gibt es auch einen guten persönlichen Kontakt. Gleichwohl gibt es viele offene Fragen. So wurden die Programmbedingungen krisenbedingt
sehr schnell entwickelt. Das führte dazu, dass Detail erst peu à peu beschlossen und kommuniziert werden konnten. Das ist für besonders betroffene Unternehmen, die auf schnelle Hilfe warten, manchmal schwierig.
Dann möchte ich zu den Auflagen zu sprechen kommen. Ein Kern des Kreditgeschäfts ist die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung des Kredites durch den Kreditgeber, hier der Sparkassen und Banken. In diesem Zusammenhang fordern die Förderinstitute als Hauptrisikoträger Bestätigungen über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vor der Corona-Krise. Gleichwohl handelt es sich hierbei nur um Verschriftlichungen von Überlegungen, die jeder Kaufmann ohnehin durchführen muss. Das sollte kein Unternehmer als Belastung empfinden.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen siehst du für die Finanzinstitute, vielleicht auch erst nachgelagert (Konjunkturzyklus)?

Peter Hensmann: Die Herausforderungen unserer Kunden sind stets auch unsere eigenen Herausforderungen.
Wir müssen uns also mit einer Abwärtsbewegung der Konjunktur und den damit verbundenen Begleiterscheinungen auseinandersetzen. Machen wir uns nichts vor, die Zahl der Insolvenzen und der arbeitslosen Menschen wird steigen. Damit einher geht eine Gefährdung der Rückzahlung von ausgegebenen Darlehen. Im Interesse der Sparer, die uns ihre Einlagen anvertrauen, müssen wir diese Risiken identifizieren.
Diese Risiken werden auf uns zukommen, nicht jetzt sofort und alle auf einmal, aber wir werden in den nächsten 12 – 18 Monaten eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehen.

Tim Altepost: Wie sieht deine Perspektive / Ausblick aus?

Peter Hensmann: Wirtschaftlich betrachtet steuern wir auf wirklich schwere Zeiten zu. Das sollte man nicht
beschönigen. Gleichwohl haben die letzten Wochen gezeigt, wie gut unsere Gesellschaft
zusammenhält, wenn es darauf ankommt. Das bewerte ich sehr positiv uns verleiht mir die
Zuversicht, dass wir gemeinsam zurückkommen werden.
Zudem gehen nach gut zehn Jahren guter wirtschaftlicher Entwicklung sowohl die Wirtschaft,
die Menschen und auch die Kreditinstitute mit stabilen Voraussetzungen in diese
Krisensituation. Die Voraussetzungen, die Krise zu bewältigen schätze ich daher als gut ein.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Peter Hensmann:
Die Politik war in der Stunde der Not gefordert, harte Entscheidungen zu treffen, um unsere Gesundheit zu schützen. Nun wünsche ich mir von der Politik den Mut, sofern die Ausbreitung der Viren dies zulässt, wieder loszulassen. Denn den zuvor erlebten Wohlstand können nur die unterschiedlichen Marktteilnehmer durch eigene Entscheidungen wieder herbeiführen.

Tim Altepost: Herzlichen Dank für das Gespräch.

MIT vor Ort – Tim Altepost bei Otremba Sehen * Hören

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

Diesmal besucht MIT-Vorsitzender Tim Altepost Diethard und Sonja Pankatz, Eigentümer der Fachgeschäfte Otremba Sehen und Hören.

Tim Altepost: Ihr hattet / habt auch während des „Lockdowns“ geöffnet, welche persönlichen Eindrücke habt ihr gewonnen?

Diethard und Sonja Pankatz: Da wir als Augenoptiker und Hörakustiker zu den systemrelevanten Berufen gehören, konnten wir unsere Fachgeschäfte auch während des Lockdowns weiter öffnen. Gut Sehen und Hören können ist eben wichtig. Man muss allerdings sagen, dass nur wenige Kunden überhaupt wussten, dass wir geöffnet hatten. Jetzt, wo wieder Leben in die Stadt kommt, merken wir, dass auch die Kunden wieder vermehrt kommen. Es ist allerdings nicht so wie vor Corona, das wird sicherlich noch etwas dauern. Wir freuen uns aber jetzt schon auf die Zeit, wenn wir wieder so richtig durchstarten können, denn wir lieben unseren Beruf und den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden.

Tim Altepost: Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation gerade in Bezug auf Kunden vor Ort, aber auch auf das normale Tagesgeschäft?

Diethard und Sonja Pankatz: Viele Kunden sind verängstigt aufgrund der aktuellen Situation. Wir sagen aber: Gerade jetzt kann man sicher einkaufen, denn in allen Geschäften werden hohe Hygienemaßnahmen eingehalten, alle tragen Masken und auch die Abstandsregeln werden berücksichtigt.

Tim Altepost: Hat sich der Fokus der Betreuung geändert? Gibt es neue Konzepte?

Diethard und Sonja Pankatz: In unseren Fachgeschäften halten wir die ausführliche persönliche Beratung schon immer für das Wichtigste. Daran kann auch Corona nichts ändern. Die Kunden, die in dieser Zeit zu uns kommen, sehnen sich genau wie wir jetzt nach einem guten persönlichen Gespräch, denn alle haben viel erlebt in der letzten Zeit. Da ist es doch ganz normal, dass man auch außerhalb des Fachgesprächs über die Brille oder das Hörgerät hinaus sich ausgiebig unterhält. Ob Online-Portale häufiger genutzt werden, können wir nicht sagen, aber wir versuchen gerade ein Konzept zu erarbeiten, das Online-Angebote mit dem Offline-Handel verbindet, z. B. über ein facebook-Angebot für Antibeschlag-Tücher für Brillen, die z. Zt. aufgrund der Maskenpflicht von vielen nachgefragt werden.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen seht ihr für die Augenoptik- und Hörakustik-Branche?

Diethard und Sonja Pankatz: Eine Herausforderung besteht sicherlich darin, funktionierende Innenstädte zu erhalten, damit der lokale Einzelhandel sich dort wohlfühlt und nicht abwandert oder aufgeben muss. Die Stadt muss einen guten Mix aus Einzelhändlern, Ketten und Gastronomie anbieten, damit sie für Besucher attraktiv ist und die Verweildauer steigt. Ich glaube, dass z. Zt. gerade die kleineren Orte gefragt sind, da Viele die großen Städte mit ihren Menschenmassen meiden.

Eine weitere Herausforderung ist natürlich der Online-Handel. Es hat sich aber gezeigt, dass auch die großen Online-Brillenhändler  mittlerweile eigene Läden eröffnen, weil sie sehen, dass es Probleme mit dem reinen Online-Verkauf gibt. Für uns ist es wichtig, wie oben schon erwähnt, beides zu verbinden, d.h. dem Konsumenten online Appetit für Dinge zu machen, die er dann bei uns im Fachgeschäft erwerben kann, z. B. für neue Trends bei Brillen. Oder zu werben für Events, wo wir Neuheiten vorstellen. Auch beim Service kann man online  Zusatzangebote machen. Moderne Hörgeräte sind z. B. heute übers Handy steuerbar. Wenn jemand zur Zeit nicht ins Geschäft kommen möchte, ist es z. B. möglich, sich per Videochat beim Hörgeräteträger aufzuschalten und zu fragen, wie man helfen kann. Auch Änderungen der Einstellungen der Hörgeräte aus der Ferne sind heute möglich. Bei uns nennt sich das Telecare.

Tim Altepost: Wie sieht Eure Perspektive / Ausblick aus?

Diethard und Sonja Pankatz: Zurzeit sind viele Leute sehr verängstigt durch die tägliche Berichterstattung in den Medien. Man sieht allerdings, dass in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern jetzt Ausgangsbeschränkungen gelockert oder ganz aufgehoben werden und das normale Leben wieder beginnt. Wenn erst wieder mehr Leben in die Städte kommt durch die Öffnungen von Restaurants und Cafés wird es für die Geschäfte auch wieder besser werden. Wir müssen eben abwarten.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Diethard und Sonja Pankatz: Um die Wirtschaft nicht weiter zu schädigen, sollte es weitere Lockerungen geben. Wichtig ist, dass jeder, der vernünftige Konzepte für seinen Bereich vorschlägt auch gehört wird und das umsetzen darf. Das gilt für Betriebe, das gilt für Geschäfte, das gilt auch für die Gastronomie. Zum Beispiel sollte es möglich sein, die Außengastronomie zu öffnen. Vorstellbar wäre auch, die Öffnungen von konkreten Zahlen abhängig zu machen, z. B. den Neuinfizierten pro Woche o.ä. Das passiert ja jetzt schon in einigen Teilen Ostdeutschlands, wo die Infektionszahlen sowieso niedriger waren.

Rollende Dankesgrüße zum Muttertag

Nach der überwältigenden Resonanz auf die Verteilung von Malkreide an Familien sind bei der CDU Emsdetten schon viele beeindruckende Dankesbilder eingegangen. Nun haben sich die Christdemokraten zum Muttertag eine weitere, ganz besondere Möglichkeit ausgedacht, den Dank an die Mütter zum Ausdruck zu bringen. Alle Emsdettenerinnen und Emsdettener sind herzlich eingeladen, in diesen ungewöhnlichen Zeiten eine spezielle Botschaft zu überbringen.

„Gerade in der aktuellen Situation leisten Mütter jeden Tag Großartiges für ihre Familien und die Gemeinschaft, sie dienen an vielen Stellen der Gesellschaft und halten diese zusammen. Ihnen übermitteln wir einen besonderen Dank und Gruß“, so der stellvertretende  Parteivorsitzende Stefan Sohlmann.

Die CDU hat dafür einen Oldtimer-Bus organisiert, der geschmückt mit bunten Muttertagsgrüßen, jeder Mutter oder Großmutter nach vorheriger Bestellung durch Kinder, Enkel oder Freunde eine persönliche Dankesbotschaft überbringt.

⬇️Unter info@cdu-emsdetten, 01573/544 96 29 (auch WhatsApp und SMS) können Interessierte den Bus am Samstag, 9. Mai, für den Zeitraum von 13 bis 17 Uhr anfordern und die persönliche Botschaft übermitteln. Schriftliche Grüße werden vor Ort per Lautsprecher verlesen, natürlich immer unter Wahrung des Abstands. Es ist aber auch möglich, der Sprachnachrichten, CDU Audio-Dateien oder ähnliche Formate zuzusenden, die dann als persönlicher Gruß abgespielt werden.

Die ungefähre Zeit der Überbringung der Botschaft teilt die CDU im Voraus mit. Sollten mehr Anfragen eingehen als im festgelegten Zeitrahmen zu übermitteln sind, werden diese nach dem Zeitpunkt des Eingangs bearbeitet. Die Christdemokraten bitten dafür um Verständnis.