Alle Beiträge von Matthias Cieslak

Fahrrad – Schnitzeljagd der CDU begeistert Familien

Sonne, Sonntag, Schnitzeljagd! –Fast 300 kleine und große Radlerinnen und Radler konnte man am letzten Sonntag fröhlich durch die Stadt fahren sehen. Die Fahrrad-Schnitzeljagd, organisiert von der CDU Emsdetten, hat Eltern, Großeltern und Kinder aller Altersklassen auf den sprichwörtlichen Drahtesel geholt. Die hochsommerlichen Temperaturen konnten die Teilnehmenden nicht davon abhalten, eine Tour mit Spaß, Spiel und Spannung zu erleben, die ihresgleichen sucht. Mit einem Wissens-Quiz am Sagenbrunnen startete die Schnitzeljagd mit 7 Stationen durch die Stadt und führte weiter zu bekannten Orten wie der Käthe-Kollwitz-Schule und der BMX-Strecke in Hollingen. Natürlich geführt durch die Schnitzeljagd-typischen Kreidezeichen, welche selbst von den Kleinsten gut sichtbar als Wegweiser genutzt werden konnten um die nächste Station zu finden. Am Rathaus angekommen, gab es für alle einen Eisgutschein der direkt bei den umliegenden Emsdettener Eisdielen eingelöst werden konnte. Drei der teilnehmenden Familien können sich in den nächsten Tagen zudem über einen Emsdetten-Gutschein im Briefkasten freuen. Wer etwas von dem bunten Treiben in der Stadt sehen möchte, kann die vielen Kreide-Kunstwerke der Kinder in den nächsten Tagen noch am Morgentaubrunnen bewundern. Teilnehmende und Organisatoren sind sich einig: das war ein wunderbares Familien-Event, dass wiederholt werden muss!

Emsdetten-Schnitzeljagd für Jung und Alt

Spiel, Spaß und Sport für Groß & Klein! 

Am Sonntag, den 📅 9.8.2020 heißt es: rauf auf’s Rad, rein in den Fahrradanhänger und auf zur Entdeckungstour durch Emsdetten!

An insgesamt 7 Stationen der Schnitzeljagd können alle Familienmitglieder ihre Geschicklichkeit, ihr Wissen und Ausdauer testen, bis sie an der Endstation die verdiente Erfrischung erwartet.

Wer alle Stationen erfolgreich gefunden hat, kann sich auf ein zusätzliches Bonbon freuen: unter den Teilnehmern werden die beliebten „Emsdetten Gutscheine“ verlost!

Informationen zum Ablauf:

✅ Bitte achtet darauf, dass aufgrund der aktuellen Corona-Situation an den Stationen Masken getragen werden müssen. Ausnahmen gelten für Kinder unter 6 Jahren.

✅ Die Tour beginnt am Sagenbrunnen und ist mit einer Gesamtlänge von ca. 9 km auch gut geeignet für kleine Fahrrad-Anfänger. Die Route wird am Start der Schnitzeljagd mitgeteilt.

✅ Starten kann man dort zwischen 10 und 16 Uhr ganz individuell.

✅ Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

✅ Um die vorgegebene Hygieneregelungen einzuhalten, ist es leider nicht möglich Essen oder Getränke zu reichen. Für Proviant muss jede Familie daher selbst sorgen.

✅ Die Tour richtet sich insebesondere an Familien. Kinder sollten nur in Begleitung  einer erwachsenen Begleitperson die Stadt erkunden.

CDU-Spitze schlägt Stefan Ahmann als Bürgermeister-Kandidaten vor

 „Unser Wunschkandidat“ / Großes Engagement in Emsdetten / Maschinenbau-Ingenieur und Berufsschullehrer / „Mein Herz hängt an dieser Stadt“

EMSDETTEN. Mit einem überaus bekannten Emsdettener für Emsdetten will die CDU ins Rennen um das hauptamtliche Bürgermeisteramt gehen. Stefan Ahmann soll es werden. Sein Emsdetten-Engagement ist groß: Freiwillige Feuerwehr, Stadtprinz, Vorsitzender des Bürgervereins Hembergen sowie Mitglied in vielen Vereinen.

Der 49-Jährige Stefan Ahmann ist gelernter KFZ-Mechaniker, diplomierter Maschinenbau-Ingenieur und hat anschließend ein Lehramtsstudium mit 2. Staatsexamen abgeschlossen. Derzeit arbeitet er Oberstudienrat am Berufskolleg Ibbenbüren und unterrichtet Auszubildende in den Fächern Wirtschaftslehre, Metalltechnik und Politik. Im Nebengewerbe führt er gemeinsam mit seiner Ehefrau einen landwirtschaftlichen Betrieb. „Ich stehe bereit, als Bürgermeister von Emsdetten für eine gute Zukunft zu kämpfen, denn mein Herz hängt an dieser Stadt“, sagt der zweifache Familienvater, der in Hembergen wohnt und aufgewachsen ist.

Als erste Hauptaufgabe eines neuen Bürgermeisters sieht der designierte CDU-Bürgermeisterkandidat, die Stadt Emsdetten aus den Corona-bedingten Auswirkungen heraus langsam und sicher in die Normalität zurückzuführen.

Folgende weitere Schwerpunkte – auch aus seinen persönlichen Erfahrungen heraus –  will Ahmann für Emsdetten setzen:

Ausbau der Angebote für junge Familien, Wachstumsmöglichkeiten des Wirtschaftsstandortes, Weiterer Ausbau der Digitalisierung, Stärkung der Bildungsqualität, Schaffung nachhaltiger Verkehrs-, Mobilitäts- und Umweltkonzepte sowie der Förderung des ehrenamtlichen Engagements.

CDU-Ortschef Hanno Moers: „Stefan Ahmann ist unser absoluter Wunschkandidat für die Nachfolge von Georg Moenikes.“ Ahmann verkörpere Miteinander, volles Engagement und Herzblut für diese Stadt – und habe deshalb das Zeug dazu, ein Bürgermeister für alle zu werden, sagt Moers: „Seine Art ist es, zuzuhören, ansprechbar zu sein, die Ärmel hochzukrempeln und voranzulaufen. So einen braucht eine Stadt wie Emsdetten und so einen wollen wir als Bürgermeister haben.“

Auch Fraktionsvorsitzender Matthias Cieslak zeigt sich überzeugt, einen sehr geeigneten Kandidaten gefunden zu haben. „Stefan Ahmann ist bestens vernetzt und sein Wort hat Gewicht“, erklärt Cieslak. Und weiter: „Stefan Ahmann hat aus allen Möglichkeiten, die sich ihm im Leben bisher boten, viel gemacht. Das gilt gleichermaßen privat wie beruflich und genauso im ehrenamtlichen Engagement.“ Beispielhaft führt er hierzu Stefan Ahmanns Weg vom Realschulabschluss über Kfz-Mechaniker-Ausbildung zum Fachabitur, seinem Abschluss als Dipl.-Ing. Maschinenbau an der FH Steinfurt und anschließendem, zweitem Studienabschluss mit Lehrbefähigung an. Cieslak: „Da weiß einer, mit Zielen vor Augen umzugehen.“

Politischen Stallgeruch bringt Stefan Ahmann auch mit. Er gehörte früher mal dem CDU-Vorstand an und war als Sachkundiger Bürger im damaligen Werks- und Verkehrsausschuss gewählt. „Für einen Neuanfang des Bürgermeisterpostens in unserer Stadt bedeutet auch das ein gutes Maß an Erfahrung“, erklärt Hanno Moers: „Von außen in den Stadtrat zu kommen, wird für frischen Wind sorgen“.

Die CDU plant ihre Mitgliederversammlung mit offizieller Nominierung ihres Bürgermeisterkandidaten in der letzten Juni-Woche.

 

Vorgestellt: Stefan Ahmann

  • Geboren 1971 im Emsdettener Krankenhaus
  • Verheiratet mit Jutta Holz-Ahmann, zwei Kinder: Zwölfjährige Tochter und 14-jähriger Sohn (beide besuchen das Gymnasium Martinum)
  • Grundschulbesuch Kardinal-von Galen Schule, Realschulabschluss an der Geschwister-Scholl-Schule
  • Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei Opel Berkemeier in Saerbeck
  • 1991 Fachabitur an der Berufsschule in Ibbenbüren
  • Maschinenbau-Studium an der FH Steinfurt – Abschluss Dipl. Ing. Maschinenbau 1994
  • Anschließendes Lehramtsstudium in Essen, Fachrichtungen Maschinentechnik, Wirtschaftslehre und Politik
  • 1999 – 1. Staatsexamen, 2 Jahre Referendariat in Steinfurt, 2002 – 2. Staatsexamen
  • Aktuell: Oberstudienrat am Berufskolleg Ibbenbüren für Metalltechnik, Wirtschaftslehre und Politik
  • Gewählt in den Lehrerrat (Personalrat) des Berufskollegs
  • Mitglied des Prüfungssauschusses für Feinwerkmechanik und Metallbau
  • Unterstützung der Ehefrau bei der Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes und eines Pensions- Ausbildungsstalls für Pferde
  • Seit 2015 Vorsitzender des Bürgervereins Hembergen
  • Auch Mitglied der Westumer Einigkeit und der Bürger-Schützengesellschaft
  • Seit über 30 Jahren aktiver Feuerwehrmann in der Freiwilligen Feuerwehr Emsdetten
  • CDU-Mitglied seit 1999 (vorher Mitglied der Jungen Union; außerdem Mitglied im CDU-Vorstand gewesen, genauso wie Sachkundiger Bürger im Werks- und Verkehrsausschuss)
  • Stadtprinz 2012, ehemals Mitglied des Vorstandes der KGE, aktives Mitglied der KGE-Prinzengarde
  • Weitere Hobbys: Natur erleben und genießen, Spaziergänge und Fahrradtouren, Freiwillige Feuerwehr, Bürgerverein Hembergen, Karneval, Schützenwesen, Reitsport, Jagd, Kegeln

 

„Helga 2.0“ – als Ausgleich für Handel und Gastronomie: CDU will am liebsten „Alltagsmenschen“ zu Hilfe rufen

Stadt soll im nächsten Jahr „Event mit starker Anziehungskraft“ auf die Beine stellen

 EMSDETTEN. Die Emsdettener CDU will am liebsten den ganz großen Coup, um „mit vereinten Kräften“ Handel und Gastronomie in Emsdetten wiederzubeleben. Der Arbeitstitel, der über ihrem aktuellsten Ratsantrag steht, lautet „Helga 2.0“ – und verrät Emsdetten-Kennern, was passieren soll.

Die CDU macht sich dafür stark, Christel Lechners beliebte Betonfigurenausstellung „Alltagsmenschen“ für das nächste Jahr 2021 nach Emsdetten zu holen. Es wäre die Rückkehr der überlebensgroßen Figuren nach zehn Jahren, von denen einst Figur „Helga“ in Emsdetten blieb und heute auf dem Bahnhofsplatz steht. Falls es mit den „Alltagsmenschen“ nicht klappt, soll die Stadt alternativ „ein Event mit starker Anziehungskraft“ auf die Beine stellen. Geld dafür müsse aus dem städtischen Etat kommen. Ziel ist es, „die coronabedingten Einbußen des Jahres 2020 für Handel und Gastronomie zu kompensieren“.

Zugleich möchte die CDU, dass die Stadt Emsdetten über ihre beiden Service-Center Wirtschaft und Innenstadt kurzfristig Akteure von Verkehrsverein, Stroetmanns Fabrik, EMSIG, Wirteverein und vom Netzwerk „Emsdetten.Einfach.Machen.“ an einen Tisch holt. Dieser neue Arbeitskreis soll sich zum einen mit der Organisation und Durchführung eines solchen Events beschäftigen – zum anderen ebenso mit der Entwicklung weiterer Maßnahmen zur Wiederbelebung von Handel, Hotellerie, Gastronomie und Events beauftragt werden.

„Wünschenswert sind möglichst schon kurzfristig entwickelte und abgestimmte, kreative Ideen – zum Beispiel auch ein Re-Opening-Projekt im Frühjahr 2021“, heißt es in dem Antrag, der gemeinsam vom Fraktionsvorsitzenden Matthias Cieslak und Parteivorsitzenden Hanno Moers verfasst worden ist.

Die Ausstellung „Alltagsmenschen“ sei als Vorzeige-Veranstaltung beispielhaft aufgeführt, „aufgrund des einst großen Erfolgs in unserer Stadt im Jahr 2011“, so die CDU in ihrem Antrag: „Der Abstand eines Jahrzehnts kann ein guter Anknüpfungspunkt für eine Neuauflage sein.“ Sollte dies nicht zu realisieren sein, schlägt die CDU vor, nach „adäquaten Alternativen“ zu suchen.

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CDU-Senioren-Union diskutiert Lockerungen in der Corona-Krise

Beim Schutz darf Alter keine Rolle spielen

(Archivbild aus der Zeit vor der Corona-Krise!)

Emsdetten. In einer Telefonkonferenz hat sich der Vorstand der CDU-Senioren-Union Emsdetten insbesondere mit den Lockerungen von Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise befasst. Beim Schutz der Bevölkerung vor der Ansteckungsgefahr dürfe es keine Unterscheidung aufgrund des Lebensalters geben. Daher gilt die Sorge der Senioren auch der Situation in Alten- und Pflegeheimen. Die oft alleinstehenden Bewohner leiden unter der Isolation und dem fehlenden Kontakt zu Kindern, Enkeln und Urenkeln. Dieser könne durch Telefonanrufe und der Bildtelefonie nicht oder nur unzureichend ersetzt werden.  Vorsichtige Schritte zu einem Ausweg aus Besuchsverboten und Kontaktsperren helfen sowohl den leidenden Heimbewohnern als auch den oft verzweifelten Angehörigen. Bis zu umfassenderen Lockerungen der Kontaktsperren müssten in den Heimen Vorkehrungen getroffen werden, die einerseits zu Besuchermöglichkeiten, andererseits zum Schutz vor weiteren Infektionen beitragen. Dazu verlangt die Senioren-Union u.a. vermehrte Viren-Tests für Mitarbeiter und Bewohner, die Einrichtung von speziellen Besuchszimmern, ggf. mit Trennwänden, Schutzanzügen, Mund- und Nasenschutz, sowie Desinfektionsmittel für Besucher und Kontaktpersonen. Ziel müsse es sein, eine verantwortungsbewusste Balance zwischen Schutzmaßnahmen, individueller Selbstbestimmung und emotionaler Zuwendung in Form persönlicher Kontakte zu finden. Gleichzeitig fordert die Senioren-Union ein konsequentes und strenges Vorgehen gegen solche Personen, die sich teils mit provokanten Aktionen bewusst über Kontaktbeschränkungen hinwegsetzen und so sich und andere Menschen leichtsinnig gefährden. Allerdings sei man sich mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel einig, die vor zu schnellen und weitgehenden Schritten warnt und außerdem größte Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen anmahnt.

Externe Kinderbetreuung und Begleitung während der Somme

Schulen und Kindertagesstätten sind seit Mitte März für die meisten Kinder und Jugendlichen geschlossen. Aktuell werden Schulen und Kindertagesstätten teilweise wieder geöffnet, aber nur für bestimmte Jahrgänge und nur in einem sehr begrenzten Umfang. Das bedeutet auch: Viele Eltern müssen sich weiter um die Betreuung ihrer Kinder kümmern – und nebenbei arbeiten. Teilweise haben Eltern bereits ihren Jahresurlaub genommen, um die Betreuung ihrer Kinder in der Corona-Zeit sicherzustellen. Daher sind den Emsdettener Christdemokraten zwei Punkte aktuell ganz besonders wichtig:

  1. Wie kann in den Sommerferien eine OGS-Betreuung abgebildet werden?
  2. Wie können Ferienangebote für Kinder doch noch durchgeführt werden?

Diese Themen liegen originär nicht im städtischen Gestaltungsbereich und hängen stark von den landesweiten Corona-Schutzverordnungen ab. Hier gibt es derzeit verschiedene Überlegungen, immer unter den richtigen und wichtigen Aspekten – Risikogruppen im Betreuungsbereich maximal zu schützen, gleichzeitig aber so früh wie möglich verantwortungsvoll wieder in einen Regelmodus zu kommen und die Eltern dringender Weise zu entlasten.
Über unsere Abgeordneten haben wir die Punkte in Düsseldorf platziert, wir werden selbstverständlich dranbleiben und werden Euch auf dem Laufenden halten.

Wie immer, senden Sie uns gerne Ideen und Anregungen zum Thema Ferienbetreuungsmöglichkeiten an die CDU-Kontaktdaten.

 

Senioren Union organisiert Saatgut für 50.000 qm Blühwiesen

Mit der Aktion „Blühwiese“ setzt die CDU-Senioren-Union Emsdetten besondere Maßstäbe. Nach vielen Gesprächen im Vorstand der CDU-Senioren, mit dem Initiator Paul Albers und  dem Ortslandwirt, Heiner Stegemann,  ist trotz Corona das Thema „Blühwiesen“ nunmehr zum Abschluss gebracht worden. Im Ergebnis heißt es, dass an vielen verschiedenen Stellen in Emsdetten 20 Morgen Land (ca. 50.000 qm) für die Erstellung von Blühwiesen eingesät worden sind.

Das ist laut Wissen der CDU-Senioren einmalig im Münsterland. Hierfür brauchte die Stadt keine Gelder zur Verfügung zu stellen. Die entstandenen Kosten wurden von diversen Sponsoren getragen. Das regionale Saatgut sorgt für eine bienenfreundliche Blühwiese. Ihre Blüten bieten außerdem Nahrung für die vielen heimischen Insekten. Diese sind wiederum zwingend notwendig für das Überleben aller Jungvögel und Bodenbrüter.

Danke sagten der Erste Vorsitzende der CDU-Senioren, Gerd Schnellhardt, und der Initiator, Paul Albers, bei einem Treffen mit dem Ortslandwirt, Heiner Stegemann, der für die Ausführung der Aktion verantwortlich zeichnet. Dank galt auch Johannes Lutum, der für alle Landwirte die Einsaat vorgenommen hat. Bei dieser Gelegenheit hat einer der Sponsoren, die Verbundsparkasse Emsdetten-Ochtrup, ihre Spende an die Senioren-Union und dem Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsvereins Emsdetten überreicht. Wenn die Wiesen in voller Blüte stehen und Corona es zulässt, werden alle Beteiligten zu einer Besichtigungsfahrt mit anschließendem Umtrunk eingeladen.

MIT vor Ort – zu Gast bei Emsdettener Reisebüros

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

MIT-Vorsitzender Tim Altepost war bei den Emsdettener Reisebüros Reiseagentur Grenzenlos sowie Reisebüro Ute Lüken-Schencking zu Gast  und sprach mit den Inhaberinnen Ann-Katrin Preckeler und Nadine Nitsche, über die Auswirkungen der Corona-Krise auf ihr Geschäft, ihren Arbeitsalltag, Perspektiven nach Lockerungen der Reisebeschränkungen sowie deren Forderungen und Wünsche an die Politik.

 

Tim Altepost: Klasse, dass ihr euch beide die Zeit genommen habt. Von den bereits geführten Interviews spiegelt unser Gespräch wahrscheinlich die realen Auswirkungen der Corona-Krise am deutlichsten wieder. In welcher Form kann man überhaupt noch von Tagesgeschäft sprechen?

Ann-Katrin Preckeler: Absolut gar nicht. Leider. Unsere momentane Arbeit hat nichts mit dem normalen Arbeitsalltag zu tun. Wir verkaufen normalerweise etwas Schönes, wir beraten und haben nur mit glücklichen Menschen zu tun die, die schönste Zeit des Jahres planen. Nun sieht es so aus, dass wir Stornoberater sind. Wir telefonieren den ganzen Tag, schreiben Mails usw. Und mit jedem Telefonat und mit jeder Mail mehr haben wir ein negatives Einkommen. Denn wir werden nur dann bezahlt, wenn eine Reise auch tatsächlich stattfindet. Das bedeutet bei jeder abgesagten Reise einen Verlust! Die Arbeit haben wir schon lange davor erbracht.

Wir geben Auskunft über AGB, was sinnvoll ist, wie es mit der Restzahlung aussieht. Eigentlich sind wir aktuell Stornoberater, Seelsorger, Therapeut, Rechtsanwalt/Berater und Krisenmanager. Und das alles umsonst!

Nadine Nitsche: Leider kann man von überhaupt keinem Tagesgeschäft mehr sprechen. Die im ca. letzten dreiviertel Jahr gebuchten Reisen werden alle seitens der gebuchten Reiseveranstalter abgesagt. Wir kümmern uns nur noch um die Reiseabsagen, Umbuchungen, Fragen und selbstverständlich auch Sorgen der Kunden. Zuvor war es erstes Gebot alle Kunden, die sich noch im Ausland befunden haben nach Deutschland zurück zu bekommen. Alles aus reinstem Idealismus, denn bezahlt wurden wir dafür nicht.

Tim Altepost: Die gesamte Tourismusbranche ist von jetzt auf gleich weltweit zum Erliegen gekommen. Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation auf Eurer Geschäftsmodell und ist nicht „absolut existenzbedrohlich“ hier die einzig reale Ausdrucksweise?

Nadine Nitsche: Oh ja. Vor allen Dingen versteht kaum jemand wie ernst die Lage für uns Reisebüros wirklich ist. Man stelle sich vor, ein Reifenhändler verkauft im Herbst Winterreifen und zieht diese auf, es kommt kein Winter und er darf dann im Frühjahr diese auf eigene Kosten abziehen und den vollen Preis zurückerstatten. Heißt für uns konkret, die gesamte Arbeit des letzten dreiviertel Jahres war für die Katz. Wir haben die Beratung für unsere Kunden geleistet und danach im besten Fall die Buchung dafür vorgenommen. Für eine Buchung bekommen wir die Provision. Diese bleibt nur im Reisebüro, wenn die gebuchte Reise auch durchgeführt wird. Nun gibt es das weltweite Reiseverbot, sprich alle Reisen werden abgesagt. Die Reiseveranstalter wälzen erneut die Arbeit auf uns ab und wir bekommen keinen einzigen Cent dafür. Im Gegenteil. Die bereits erhaltene Provision wird zurückgefordert, oder gar nicht erst gezahlt. Durch das hohe Arbeitsaufkommen und durch täglich neue Informationen und Bearbeitung der Absagen produzieren wir laufend weitere Kosten, da ich meine Mitarbeiter brauche und nicht alle in 100% Kurzarbeit schicken kann. Durch die Informationsflut weiß kaum einer mehr, wo ihm der Kopf steht und alle haben Angst um ihren Job. Ich selbst bin Mutter von zwei Kindern (1 und 4 Jahre) und kann nicht den Umfang leisten wie zuvor ohne Kinder, da auch mein Mann Vollzeit arbeitet.

Niemand bietet uns eine Perspektive. Die Kosten laufen weiter, wir können nicht einfach einen Außer-Haus Verkauf machen oder etwas Kreatives in unserem Bereich anbieten. Die Soforthilfe reicht hinten und vorne nicht und für sich selbst darf man keinen Cent dafür ausgeben. Sprich seit März auch keinen einzigen Euro an Verdienst für die privaten Kosten.

Ich bin seit 2002, sprich bald 20 Jahre, mit meinem Büro selbstständig. Angefangen mit einer Auszubildenden und den jetzigen Stand hart erarbeitet. 2013 meinen privaten Wohnsitz nach Emsdetten verlegt um den Traum des „großen“ Büros zu leben. Alles was man sich in dieser Zeit aufgebaut hat, geht gerade den Bach herunter. Hinzu die Sorgen um die Zukunft.

Im vergangenen Jahr waren wir ein halbes Jahr durch den Bau des neuen Kreisverkehrs von der Welt abgeschnitten, hinzu kam noch die Thomas Cook Pleite. Allein durch die Pleiten der vergangenen Jahre hat kaum noch ein Reisebüro Reserven.

Ann-Katrin Preckeler: Da kann ich dir nur zu 100% zustimmen. Wie bereits erwähnt, arbeiten wir aktuell kostenlos und erzielen noch ein negatives Einkommen. Erzähle mir mal, in welcher Branche dies noch so ist?! Ich kenne keine. Wenn ich meinen Job nicht so lieben würde, würde man die Situation kaum aushalten. Es ist definitiv absolut existenzbedrohend, denn wir haben keine Einnahmen, müssen bereits erarbeitete Geld zurückzahlen und erhalten Geld nicht, welches wir aber vor Monaten bei der Beratung schon erarbeitet haben. Zudem ist das Aufkommen so hoch, da die Menschen alle verunsichert sind, dass ich eine 80 Stunden Woche habe. Meine Mitarbeiter musste ich alle in die KUG 0 schicken, da keine Einnahmen da sind. Da der Arbeitsaufwand aber allein nicht zu schaffen ist, muss ich diese stundenweise zurückholen. Also habe ich weiter Ausgaben und keine Einnahmen. Diesen Zustand hält man nicht lange durch. Hinzu kommt, dass ich als Inhaberin nicht einen Cent Unterstützung erhalte. Würde ich nicht in einer Partnerschaft leben (nicht verheiratet) würde ich wortwörtlich auf der Straße stehen“ und das als Unternehmerin. Ich habe das Büro vor fünf Jahren aufgebaut, als „Ein-Frau-Büro“ gestartet und hatte 8 Mitarbeiter, zwei musste ich bereits entlassen. Durch die Insolvenzen von Thomas Cook und Germania im vergangenen Jahr habe ich schon viel Geld verloren. Nun sind keine Reserven da, dafür sind wir ein zu junges Unternehmen.

Tim Altepost: Die Presse spricht oft von Branchengrößen, wie Lufthansa oder TUI und verspricht Sofortmaßnahmen. Das hört der schnelle Leser gerne. Von den Reisebüros, die ebenfalls unmittelbar betroffen sind, hört man wenig, obwohl zehntausende Menschen hier direkt im Fokus stehen sollten. Muss die Politik hier den Blickwinkel schärfen?

Ann-Katrin Preckeler: Definitiv muss sie das. Wären wir alle 10.000 Büros, ein Unternehmen, hätte die Politik schon lange reagiert. Nun sind wir aber alle eigenständig und wir interessieren niemanden. Dass wir aber während der Krise von Anfang an die einzigen Ansprechpartner der Kunden waren und Kunden aus dem Ausland zurückgeholt haben, damit sie nicht auf den Regierungsflieger angewiesen sind, interessiert niemanden. Wir haben gerade die ersten 14 Tage nach völligem Ausbruch (13.03.) fast rund um die Uhr gearbeitet, um unsere Kunden aus dem Ausland zu holen. Auch Onlinekunden haben wir geholfen, die sich an uns gewandt haben. Die großen Veranstalter wie TUI waren gar nicht zu erreichen. Sie haben von jetzt auf gleich die Telefone ausgestellt und sind lediglich per Mail zu erreichen. Auch andere haben dies getan. Fluggesellschaften erreichte man gar nicht mehr. Wir waren komplett auf uns alleine gestellt und mussten die Situation meistern. In dem Moment sind wir definitiv „Systemrelevant“ gewesen. Aber wir wurden mit keinem Wort erwähnt und ich glaube man weiß in der Politik gar nicht was wir hier alles leisten. Das ist so traurig. Viele Politiker kennen nicht einmal den Unterschied zwischen Reiseveranstalter und Reisebüro… und auch das alles haben wir kostenneutral abgewickelt.

Nadine Nitsche: Das sollte sie, denn bald werden nicht mehr viele von uns übrigbleiben, wenn nicht sofort etwas passiert. 10 000 Reisebüros in Deutschland sind nicht relevant? Nimmt man mal nicht jedes Büro für sich, sondern die kompletten Reisebüros Deutschlands mit deren Mitarbeitern, kann ich nicht mehr nachvollziehen, warum sich politisch nichts tut. Wir sind zuerst in die Krise gegangen und sind die letzten die raus kommen werden. Keine Planungssicherheit, Existenznöte, die Informationsflut treibt bereits viele Inhaber in ein Burnout. Besonders diejenigen, die keinen Partner haben oder für das Familieneinkommen zuständig sind. Kommt eine weitere Soforthilfe? Gibt es eine weitere nicht zurückzahlbare Unterstützung, denn Kredite sind keine Lösung. Wie kann ich meine Mitarbeiter einsetzen, um auch deren Sorgen etwas zu lindern, denn dafür zu bezahlen sieht ohne weitere Hilfen mehr als schwarz aus. Wir Reisebüros sind direkt am Kunden, wir sind diejenigen, die sich gerade kümmern, die die Kunden zurückgeholt haben und ein offenes Ohr für die Sorgen haben, wobei doch jeder einzelne Mitarbeiter und Inhaber selbst vor dem Abgrund steht.

Warum sind nicht wir systemrelevant, machen wir doch gerade unsere Jobs und das ganze ohne Bezahlung. Wer kümmert sich, damit nicht alles zusammenbricht? Jedenfalls nicht die Veranstalter, die binnen eines Tages 1,8 Milliarden Euro bewilligt bekamen und seit dem ersten Tag nicht mehr telefonisch für uns und auch die Kunden erreichbar sind und kurz zuvor noch Dividenden auszahlen konnten. Jetzt bettelt wieder die Autoindustrie. Ich kann es nicht mehr hören. In all den Nöten der letzten Jahre haben wir gekämpft und noch nie gejammert oder etwas gefordert. Aber jetzt sind auch mal wir dran, denn das Fass ist mehr als voll.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen seht ihr generell für die Tourismusbranche, vielleicht auch erst nachgelagert, über die nächsten Jahre? Muss hier neben Soforthilfen nicht auch über Jahre weiter stabilisiert / subventioniert werden?

Nadine Nitsche: Na klar, sein wir doch mal ehrlich. Es wird Jahre dauern, bis sich die Tourismusbranche davon erholt hat und wer weiß, was da noch alles an Auflagen kommt.

So lange sollte uns eine Planungssicherheit gegeben werden. Auch muss generell über unsere Vergütung gesprochen werden. Wir leisten so viel unbezahlte Arbeit. Gerade jetzt zeigt sich, dass wir eine nicht rückzahlbare Provision bei Buchung und nicht nur bei Stattfinden der Reise benötigen. Auch die Mehrarbeit, die wir gerade kostenlos erledigen, muss honoriert werden, oder sonst vom Reiseveranstalter erledigt werden.

Ann-Katrin Preckeler: Da wir in den meisten Fällen erst nach Reiseantritt bezahlt werden, müssen wir die Provisionen nach Buchung erhalten und auch behalten dürfen, selbst wenn die Reise nicht stattfindet. Wir haben unseren Vertrag erfüllt, indem wir dem Kunden beratend/betreuend zur Seite stehen/standen und den Veranstalter vermittelt und empfohlen haben. Da muss politisch einfach was passieren.

Tim Altepost: Wie ist die Zusammenarbeit mit lokalen Einheiten aus Emsdetten? Werden Förderprogramme und Kurzarbeit in Anspruch genommen und hat das reibungslos funktioniert?

Ann-Katrin Preckeler:  Von der Stadt selber habe ich bis jetzt nichts gehört! Da kann ich also nichts zu sagen. Da habe ich keine Hilfe erhalten. Bisher. Die Soforthilfe NRW wurde in Anspruch genommen. Hilft aber bei den aktuellen Fixkosten lediglich für 2,75 Monate. Und auch davon, darf ich mir als Inhaberin nichts nehmen. Aber zumindest sind wir knapp 3 Monate weiter…. Auch das KUG 0 haben wir in Anspruch nehmen müssen. Ohne dieses Programm wären wir schon nicht mehr da.

KfW-Kredite bringen uns Reisebüros nichts. Wir wissen doch gar nicht wie es weiter geht…. Wir benötigen direkte Hilfe! Wir wollen doch einfach nur unser bereits verdientes Geld behalten und bekommen. Das wäre etwas, was uns schon einmal helfen würde. Wenn auch nur vorerst, aber es würde etwas helfen. Wir haben ja momentan nicht einmal ein Produkt, welches wir verkaufen können. Wir haben ja quasi ein Berufsverbot von ganz oben erhalten. Wie sollen wir da denn dann wieder selber Geld verdienen? Also benötigen wir massive Unterstützung und das sofort. Seit Wochen nun wird diskutiert und diskutiert und nichts passiert. Ich möchte mal die Gastronomen sehen, wenn diese zu der aktuellen Situation auch noch ihre Marge für den verkauften Kaffee zurück geben müssten…

Nadine Nitsche: Ich habe im März Kurzarbeit angemeldet. Wochenlang hat die Genehmigung gedauert und große Sorgen ausgelöst. Soforthilfe beantragt, dann kam der Auszahlungstop der Regierung und die Nerven lagen mehr als blank. Mittlerweile ist das Geld da. Selbst habe ich das Wirtschaftscenter kontaktiert und gefragt, ob es noch weitere Tipps gibt und wie man als Inhaber seinen Lebensunterhalt finanziert bekommt. Dort war man sehr nett und zuvorkommend. Das Erstgespräch zu Auflagen bei einer evtl. geplanten Öffnung auf Termin bei der Corona Stelle der Stadt war eine Katastrophe. Erste Antwort, dürfen Sie denn überhaupt öffnen? Ich kann ihnen nicht sagen, wie es sich mit Reisebüros verhält. Sie können doch eh nichts verkaufen, verstehe gar nicht, warum sie sich Gedanken über eine Öffnung machen. Sollte dann alles schriftlich formulieren, damit man mir antworten konnte. Als hätte man da noch Zeit für. Es haben sich ja alle die letzten Wochen nur gelangweilt, da nicht gereist werden konnte. Kaum jemand kann sich unsere Lage hineinversetzen. Die schriftliche Antwort kam allerdings recht zügig und war tadellos! 

Tim Altepost: Wie sieht Eure Perspektive / Ausblick aus, helfen die ersten Lockerungen aus Österreich, Türkei und Kroatien der Branche? Auch Bayern, Niedersachen stellen bereits behutsame Öffnungen in Aussicht.

Nadine Nitsche: Sie sind vielleicht ein ganz kleiner Lichtblick, aber wahrscheinlich nicht wirklich relevant. Der größte Schaden wurde bereits angerichtet und weitere Absagen folgen. Der Sommer in Deutschland war auch schon vor Corona mehr als gut gebucht. Ich denke, auch hier könnten noch weitere Absagen folgen, da Hotels ja nicht komplett ausgelastet sein dürfen. Ein paar Buchungen für die Vor- und Nachsaison bekommen wir Reisebüros vielleicht ab, wenn die Reiseveranstalter auf Zack sind. Sind sie aber gerade nicht und haben kaum buchbare Angebote für uns. Wir hoffen, dass sich dies in den nächsten Tagen ändert. Die Wintersaison und das Jahr 2021 könnte wieder etwas anlaufen. Viele Kunden sind aber auch noch verunsichert und möchten eine Neubuchung noch nicht riskieren. Dafür gibt es noch zu viele Unsicherheiten wie es weiter geht. Eine Normalität wird garantiert erst in der Saison 2022/23 erwartet. Für diese Zeit benötigen wir eine Planungssicherheit.

Ann-Katrin Preckeler: Ich sage mal so… direkt – helfen Sie nicht, da ja auch vor der Krise schon 70% ausgebucht war in Deutschland. Indirekt denke ich aber hilft es schon, da man merkt, dass sich die Lage etwas „entspannt“. Dadurch fangen wir Menschen wieder an lockerer nachzudenken und auch Fernweh zu entwickeln. Die Lust auf Urlaub nimmt wieder zu und dies ist dann wieder super für uns. Allerdings nicht mehr für dieses Jahr. Ich denke, das ist fast gelaufen. Deshalb müssen wir ja planen, dass wir erst Mitte nächsten Jahres wieder Geld verdienen werden. Da bei den meisten aufgrund der aktuellen Gegebenheiten Provisionen erst nach Abreise bezahlt werden. Und vor dem Sommer 2021 wird nicht mehr viel passieren. Ich hoffe, dass es im Herbst wieder etwas mehr wird, aber das wird kein Vergleich zum Vorjahr werden. Aber ich sehe es dennoch als positiv an was die Lockerungen angeht.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Ann-Katrin Preckeler: Bitte berücksichtigt uns doch einmal. Wir arbeiten an unserer Belastungsgrenze, haben Existenzängste und geben dennoch tausenden Kunden Sicherheit und beruhigen sie. Und das obwohl wir selbst nicht wissen, was mit uns passiert. Wir haben viele Kunden aus dem Ausland geholt. Ganz ohne Hilfe und haben alles gegeben, besser gesagt geben wir noch alles. Wir benötigen dringend finanzielle Hilfe. Und da rede ich von richtiger Hilfe und keine Kredite. Wir müssen unser Geld behalten dürfen und auch bekommen – für alle abgesagten Reise. Außerdem brauchen wir weitere Unterstützung, da wir einfach ein Berufsverbot von oben haben. Ich möchte mich nicht an der Krise bereichern, aber ich möchte mir auch im Herbst noch mein Essen kaufen können und meinen Mitarbeitern versichern können, dass auch sie keine Angst um ihren Job haben müssen. Wir brauchen wirklich schnelle finanzielle Klarheit! Einfach um uns auch endlich darauf vorbereiten zu können, wie wir uns vielleicht auch neu ausrichten, um in der Zukunft nicht noch einmal in so eine Situation zu kommen. Aber dafür benötigt man einen klaren Kopf. Den hat man nur, wenn man keine Existenzängste hat und endlich mal wieder schlafen kann.

Nadine Nitsche: Einfach mal gesehen werden und verstehen, was sich in den Reisebüros abspielt. Ein klares Statement, ob wir auf Dauer unterstützt werden, oder nicht. Dann kann jeder Inhaber für sich entscheiden, ob er den Wahnsinn weiter mitmacht oder das sinkende Schiff verlässt, ohne komplett unterzugehen und sich privat rein zu reißen. Sprich, gefordert werden weitere Soforthilfen, und zwar planbar. Wir können uns nicht ständig neu sorgen und das über den Zeitraum von deutlich mehr als einem Jahr. Es hieß Soforthilfe für drei Monate. Und danach?

Wir müssen unser Personal bezahlen können. Die Arbeit ist da, aber kein Verdienst. Auch hier muss es weitere Zuschüsse geben. Einen Betrag x für die Inhaber der Einzelfirmen. Auch unsere Reserven sind erschöpft und wir wollen von unserer Arbeit leben können. Überarbeitung des KUG. Feiertage, Urlaube müssen gezahlt werden. Wie soll das gehen? Sollte man es dennoch nicht schaffen, müssen geänderte Bedingungen bei einer Kündigung bzw. Schließung des Geschäfts ohne Insolvenz her. Es kann sich dann niemand leisten, in den Fristen auch nur einen Cent zu zahlen. Auch habe ich den Wunsch, dass die Politik mal genauer hinschaut. Die Corona-Situation wird von zu vielen Firmen ausgenutzt. Es wird vorsorglich Kurzarbeit beantragt, obwohl die Zahlen noch gut aussehen. Hilfen oder Kredite werden beantragt, weil es gerade günstig ist u.v.m. So bleibt für die, die wirklich darauf angewiesen sind nicht mehr viel übrig. Und „last but not least“ stuft uns als relevant ein, damit auch meine Mitarbeiter, wenn sie hier sind, ihre Kinder gut betreut wissen.

Tim Altepost: Herzlichen Dank für das sehr offene und emotionale Gespräch. Ich glaube, hiermit wird auch jedem Außenstehenden eindeutig klar, wie bedrohlich die aktuelle Lage ist und dass die Situation kaum mit anderen Branchen vergleichbar ist. Ich werde euer Anliegen im MIT Kreisvorstand präsentieren und auch zusammen mit den CDU Verbänden weiter begleiten.

 

MIT vor Ort – zu Gast bei der VerbundSparkasse Emsdetten·Ochtrup

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

MIT-Vorsitzender Tim Altepost war bei der VerbundSparkasse Emsdetten·Ochtrup zu Gast und sprach mit Vorstandsmitglied Peter Hensmann, im Vorstand für den Firmenkunden-Bereich zuständig, über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die heimische Wirtschaft.

Tim Altepost:
Die Funktion der lokalen Finanzinstitute spielt eine elementare Rolle in der Wirtschaft und die VerbundSparkasse ist für viele Emsdettener Unternehmen die erste Anlaufstelle. Welchen Einfluss nimmt die Corona Krise auf das Tagesgeschäft?

Peter Hensmann:
Der Einfluss ist erheblich. Zum einen ändert sich die Bedeutung der Vertriebswege aufgrund der Infektionsgefahren. Persönlicher Kontakt findet nur noch in Ausnahmefällen statt. Der Austausch erfolgt vorwiegend telefonisch/digital/online. Da ist es gut, dass unsere Kunden ihre Berater in der Regel gut kennen, aber auch, dass wir mit der Einführung des FirmenkundenZentrums zum Jahresanfang die technischen Voraussetzungen hierfür geschaffen haben.
Dann wirkt sich die Krise auch inhaltlich aus. Viele Kunden erleben Absatzverluste und Kontaktbeschränkungen, die in der Summe zu einer Ergebnis- und Liquiditätskrise führen
können. Hier ist die enge Begleitung durch die örtliche Sparkasse ganz wichtig.

Tim Altepost: Das ist ein interessanter Punkt. Wie unterstützt ihr im Moment die lokale Wirtschaft, auch
gerade in Bezug auf die Stabilisierung der Unternehmensliquidität?

Peter Hensmann: Wir unterstützen die Wirtschaft im Augenblick sehr massiv. Anträge auf Tilgungsaussetzungen
wurden bereits in großem Umfang bewilligt und umgesetzt. Wir geben neue Darlehen und
beschaffen somit weitere Liquidität. Und zuletzt stehen wir auch zu unseren Zusagen und
halten die Kreditlinien auch bei verschlechterten Rahmenbedingungen weiter aufrecht.

Tim Altepost: Wie ist die Zusammenarbeit mit öffentlichen Förderinstituten wie KfW und NRW.BANK? Welche Risiken respektive Regularien (z.B. hohe Anforderung an Liquiditätsplanung für kleine Unternehmen) siehst du hier für euch aber auch den
Mittelstand?

Peter Hensmann: Die Zusammenarbeit funktioniert gut. Hier sind wir auch über Jahre eingespielt. Die neuen Förderdarlehen können technisch mit den bestehenden und erprobten Systemen beantragt
werden. Durch Institutsbetreuer der Förderbanken gibt es auch einen guten persönlichen Kontakt. Gleichwohl gibt es viele offene Fragen. So wurden die Programmbedingungen krisenbedingt
sehr schnell entwickelt. Das führte dazu, dass Detail erst peu à peu beschlossen und kommuniziert werden konnten. Das ist für besonders betroffene Unternehmen, die auf schnelle Hilfe warten, manchmal schwierig.
Dann möchte ich zu den Auflagen zu sprechen kommen. Ein Kern des Kreditgeschäfts ist die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung des Kredites durch den Kreditgeber, hier der Sparkassen und Banken. In diesem Zusammenhang fordern die Förderinstitute als Hauptrisikoträger Bestätigungen über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vor der Corona-Krise. Gleichwohl handelt es sich hierbei nur um Verschriftlichungen von Überlegungen, die jeder Kaufmann ohnehin durchführen muss. Das sollte kein Unternehmer als Belastung empfinden.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen siehst du für die Finanzinstitute, vielleicht auch erst nachgelagert (Konjunkturzyklus)?

Peter Hensmann: Die Herausforderungen unserer Kunden sind stets auch unsere eigenen Herausforderungen.
Wir müssen uns also mit einer Abwärtsbewegung der Konjunktur und den damit verbundenen Begleiterscheinungen auseinandersetzen. Machen wir uns nichts vor, die Zahl der Insolvenzen und der arbeitslosen Menschen wird steigen. Damit einher geht eine Gefährdung der Rückzahlung von ausgegebenen Darlehen. Im Interesse der Sparer, die uns ihre Einlagen anvertrauen, müssen wir diese Risiken identifizieren.
Diese Risiken werden auf uns zukommen, nicht jetzt sofort und alle auf einmal, aber wir werden in den nächsten 12 – 18 Monaten eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehen.

Tim Altepost: Wie sieht deine Perspektive / Ausblick aus?

Peter Hensmann: Wirtschaftlich betrachtet steuern wir auf wirklich schwere Zeiten zu. Das sollte man nicht
beschönigen. Gleichwohl haben die letzten Wochen gezeigt, wie gut unsere Gesellschaft
zusammenhält, wenn es darauf ankommt. Das bewerte ich sehr positiv uns verleiht mir die
Zuversicht, dass wir gemeinsam zurückkommen werden.
Zudem gehen nach gut zehn Jahren guter wirtschaftlicher Entwicklung sowohl die Wirtschaft,
die Menschen und auch die Kreditinstitute mit stabilen Voraussetzungen in diese
Krisensituation. Die Voraussetzungen, die Krise zu bewältigen schätze ich daher als gut ein.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Peter Hensmann:
Die Politik war in der Stunde der Not gefordert, harte Entscheidungen zu treffen, um unsere Gesundheit zu schützen. Nun wünsche ich mir von der Politik den Mut, sofern die Ausbreitung der Viren dies zulässt, wieder loszulassen. Denn den zuvor erlebten Wohlstand können nur die unterschiedlichen Marktteilnehmer durch eigene Entscheidungen wieder herbeiführen.

Tim Altepost: Herzlichen Dank für das Gespräch.

MIT vor Ort – Tim Altepost bei Otremba Sehen * Hören

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

Diesmal besucht MIT-Vorsitzender Tim Altepost Diethard und Sonja Pankatz, Eigentümer der Fachgeschäfte Otremba Sehen und Hören.

Tim Altepost: Ihr hattet / habt auch während des „Lockdowns“ geöffnet, welche persönlichen Eindrücke habt ihr gewonnen?

Diethard und Sonja Pankatz: Da wir als Augenoptiker und Hörakustiker zu den systemrelevanten Berufen gehören, konnten wir unsere Fachgeschäfte auch während des Lockdowns weiter öffnen. Gut Sehen und Hören können ist eben wichtig. Man muss allerdings sagen, dass nur wenige Kunden überhaupt wussten, dass wir geöffnet hatten. Jetzt, wo wieder Leben in die Stadt kommt, merken wir, dass auch die Kunden wieder vermehrt kommen. Es ist allerdings nicht so wie vor Corona, das wird sicherlich noch etwas dauern. Wir freuen uns aber jetzt schon auf die Zeit, wenn wir wieder so richtig durchstarten können, denn wir lieben unseren Beruf und den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden.

Tim Altepost: Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation gerade in Bezug auf Kunden vor Ort, aber auch auf das normale Tagesgeschäft?

Diethard und Sonja Pankatz: Viele Kunden sind verängstigt aufgrund der aktuellen Situation. Wir sagen aber: Gerade jetzt kann man sicher einkaufen, denn in allen Geschäften werden hohe Hygienemaßnahmen eingehalten, alle tragen Masken und auch die Abstandsregeln werden berücksichtigt.

Tim Altepost: Hat sich der Fokus der Betreuung geändert? Gibt es neue Konzepte?

Diethard und Sonja Pankatz: In unseren Fachgeschäften halten wir die ausführliche persönliche Beratung schon immer für das Wichtigste. Daran kann auch Corona nichts ändern. Die Kunden, die in dieser Zeit zu uns kommen, sehnen sich genau wie wir jetzt nach einem guten persönlichen Gespräch, denn alle haben viel erlebt in der letzten Zeit. Da ist es doch ganz normal, dass man auch außerhalb des Fachgesprächs über die Brille oder das Hörgerät hinaus sich ausgiebig unterhält. Ob Online-Portale häufiger genutzt werden, können wir nicht sagen, aber wir versuchen gerade ein Konzept zu erarbeiten, das Online-Angebote mit dem Offline-Handel verbindet, z. B. über ein facebook-Angebot für Antibeschlag-Tücher für Brillen, die z. Zt. aufgrund der Maskenpflicht von vielen nachgefragt werden.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen seht ihr für die Augenoptik- und Hörakustik-Branche?

Diethard und Sonja Pankatz: Eine Herausforderung besteht sicherlich darin, funktionierende Innenstädte zu erhalten, damit der lokale Einzelhandel sich dort wohlfühlt und nicht abwandert oder aufgeben muss. Die Stadt muss einen guten Mix aus Einzelhändlern, Ketten und Gastronomie anbieten, damit sie für Besucher attraktiv ist und die Verweildauer steigt. Ich glaube, dass z. Zt. gerade die kleineren Orte gefragt sind, da Viele die großen Städte mit ihren Menschenmassen meiden.

Eine weitere Herausforderung ist natürlich der Online-Handel. Es hat sich aber gezeigt, dass auch die großen Online-Brillenhändler  mittlerweile eigene Läden eröffnen, weil sie sehen, dass es Probleme mit dem reinen Online-Verkauf gibt. Für uns ist es wichtig, wie oben schon erwähnt, beides zu verbinden, d.h. dem Konsumenten online Appetit für Dinge zu machen, die er dann bei uns im Fachgeschäft erwerben kann, z. B. für neue Trends bei Brillen. Oder zu werben für Events, wo wir Neuheiten vorstellen. Auch beim Service kann man online  Zusatzangebote machen. Moderne Hörgeräte sind z. B. heute übers Handy steuerbar. Wenn jemand zur Zeit nicht ins Geschäft kommen möchte, ist es z. B. möglich, sich per Videochat beim Hörgeräteträger aufzuschalten und zu fragen, wie man helfen kann. Auch Änderungen der Einstellungen der Hörgeräte aus der Ferne sind heute möglich. Bei uns nennt sich das Telecare.

Tim Altepost: Wie sieht Eure Perspektive / Ausblick aus?

Diethard und Sonja Pankatz: Zurzeit sind viele Leute sehr verängstigt durch die tägliche Berichterstattung in den Medien. Man sieht allerdings, dass in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern jetzt Ausgangsbeschränkungen gelockert oder ganz aufgehoben werden und das normale Leben wieder beginnt. Wenn erst wieder mehr Leben in die Städte kommt durch die Öffnungen von Restaurants und Cafés wird es für die Geschäfte auch wieder besser werden. Wir müssen eben abwarten.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Diethard und Sonja Pankatz: Um die Wirtschaft nicht weiter zu schädigen, sollte es weitere Lockerungen geben. Wichtig ist, dass jeder, der vernünftige Konzepte für seinen Bereich vorschlägt auch gehört wird und das umsetzen darf. Das gilt für Betriebe, das gilt für Geschäfte, das gilt auch für die Gastronomie. Zum Beispiel sollte es möglich sein, die Außengastronomie zu öffnen. Vorstellbar wäre auch, die Öffnungen von konkreten Zahlen abhängig zu machen, z. B. den Neuinfizierten pro Woche o.ä. Das passiert ja jetzt schon in einigen Teilen Ostdeutschlands, wo die Infektionszahlen sowieso niedriger waren.

Rollende Dankesgrüße zum Muttertag

Nach der überwältigenden Resonanz auf die Verteilung von Malkreide an Familien sind bei der CDU Emsdetten schon viele beeindruckende Dankesbilder eingegangen. Nun haben sich die Christdemokraten zum Muttertag eine weitere, ganz besondere Möglichkeit ausgedacht, den Dank an die Mütter zum Ausdruck zu bringen. Alle Emsdettenerinnen und Emsdettener sind herzlich eingeladen, in diesen ungewöhnlichen Zeiten eine spezielle Botschaft zu überbringen.

„Gerade in der aktuellen Situation leisten Mütter jeden Tag Großartiges für ihre Familien und die Gemeinschaft, sie dienen an vielen Stellen der Gesellschaft und halten diese zusammen. Ihnen übermitteln wir einen besonderen Dank und Gruß“, so der stellvertretende  Parteivorsitzende Stefan Sohlmann.

Die CDU hat dafür einen Oldtimer-Bus organisiert, der geschmückt mit bunten Muttertagsgrüßen, jeder Mutter oder Großmutter nach vorheriger Bestellung durch Kinder, Enkel oder Freunde eine persönliche Dankesbotschaft überbringt.

⬇️Unter info@cdu-emsdetten, 01573/544 96 29 (auch WhatsApp und SMS) können Interessierte den Bus am Samstag, 9. Mai, für den Zeitraum von 13 bis 17 Uhr anfordern und die persönliche Botschaft übermitteln. Schriftliche Grüße werden vor Ort per Lautsprecher verlesen, natürlich immer unter Wahrung des Abstands. Es ist aber auch möglich, der Sprachnachrichten, CDU Audio-Dateien oder ähnliche Formate zuzusenden, die dann als persönlicher Gruß abgespielt werden.

Die ungefähre Zeit der Überbringung der Botschaft teilt die CDU im Voraus mit. Sollten mehr Anfragen eingehen als im festgelegten Zeitrahmen zu übermitteln sind, werden diese nach dem Zeitpunkt des Eingangs bearbeitet. Die Christdemokraten bitten dafür um Verständnis.

MIT vor Ort – Auswirkungen der Pandemie auf die heimische Wirtschaft

In diesem neuen Format besucht MIT Stadtverbandsvorsitzender Tim Altepost – selbstverständlich unter Wahrung von ausreichend Abstand und Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen – Mittelständler, Einzelhändler, Freiberufler, Unternehmen vor Ort und kommt mit ihnen ins Gespräch zur aktuellen Corona-Krise.

Was funktioniert? Was muss verbessert werden? Was ist gescheitert und geht im zweiten Anlauf dann erst richtig los?

Wir sammeln Erfahrungsberichte, Best-Practise-Beispiele aus den verschiedenen Branchen unserer Stadt.

Den Anfang macht heute Michael Plagge von der gleichnamigen LVM-Versicherungsagentur an der Borghorster Straße.

Tim Altepost: Ihr habt heute den ersten Tag wieder geöffnet, wie geht es dir und den Mitarbeitern nach ca. 6 Wochen. Startet ihr mit einem guten Gefühl?

Michael Plagge: Grundsätzlich sind wir positiv gestimmt. Wir freuen uns, unsere Kunden wieder persönlich gegenüberzustehen, sei es im Büro oder bei ihm zu Hause. Zu den gesetzlichen Vorgaben seitens des Gesetzgebers, dazu zählt der Sicherheitsabstand und die max. Personenanzahl im Büro, haben wir zusätzlich noch Spuckschutzglas, Atemschutzmasken für unsere Kunden und Desinfektionsmittel parat stehen.

Tim Altepost: Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation gerade in Bezug auf Kunden vor Ort, aber auch auf das normale Tagesgeschäft?

Michael Plagge: In den zurückliegenden 6 Wochen ist das Tagesgeschäft um 90% eingebrochen. Der Kontakt zum Kunden lief ausschließlich telefonisch und schriftlich ab. Schäden wurden ohne Verzögerungen so schnell wie eh und je bearbeitet. Dem LVM haben Fotos über die Schäden der Kunden gereicht. Eine nachträgliche Besichtigung war nicht notwendig.  Neugeschäfte wurden häufig per Mail beantragt und Änderungen haben wir zum größten Teil auch nach telefonischer Beratung so durchgeführt.

Tim Altepost: Hat sich der Fokus der Betreuung geändert? Wird z.B. mehr Beratungsleistung erbracht, werden Online Portale häufiger genutzt?

Michael Plagge: Da der visuelle Kontakt fehlte, war die Beratungsdauer erheblich länger. Es wurden mehr Telefonkonferenzen (Kunde, Büro, LVM, Sachverständiger) durchgeführt, aber auch Videokonferenzen wurden geschaltet. Der LVM war vorher schon sehr gut auf digitale Netze umgestellt. Das hat sich in der jetzigen Zeit bezahlt gemacht. Mit der eigenen Smartphone App „Meine LVM“ hat der Kunde Zugriff auf seine Daten, kann Änderungen, Schäden und auch Neuanträge per digitaler Unterschrift beantragen, ohne dass es ein persönlicher Kontakt bedarf. Diese App ist massiv ausgebaut worden und wird mittlerweile von vielen Kunden benutzt.

Tim Altepost: Welche Herausforderungen siehst du für die Versicherungsbranche, vielleicht auch erst nach gelagert ?

Michael Plagge: Wir betreuen ca. 300 Kunden im Mittelstand und die Auswirkungen werden sehr negativ in der Presse bewertet. Je nach Branche sind die Umsatzeinbrüche enorm. Gerade Existenzgründer oder kleine Einzelfirmen klagen über massive Einbrüche, teilweise bis auf Null. Wir bieten unseren gewerblichen Kunden teilweise, z. B. in der Betriebshaftpflichtversicherung eine vorübergehende Stilllegung an, um finanziell den Kunden zu entlasten. Auch haben wir eine eigene Anwaltshotline, speziell für die Beratung in „Sachen“ Corona ins Leben gerufen. Alle Rechtsschutzkunden können davon profitieren. Wir versuchen hier die Kunden entsprechend vorzubereiten und zu beraten, damit nicht übereilt Fehler passieren. Grundsätzlich haben wir uns hervorragend auf die Lage eingestellt und der Kunde spürt keine Einschnitte unseres gewohnt sehr guten Services.

Tim Altepost: Wie ist die Zusammenarbeit mit lokalen Einheiten?(Servicecenter Wirtschaft, lokale Finanzinstitute etc)

Michael Plagge: Hier lief schon im Vorfeld der Kontakt meist telefonisch oder schriftlich. Da hat es keine großen Änderungen gegeben.

Tim Altepost: Wie sieht deine Perspektive / Ausblick aus?

Michael Plagge: Ich hoffe auf weitere Lockerungen in der Wirtschaft. Jetzt, wo der Umgang mit dem Virus verständlicher ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass speziell das Gastronomie- und Hotelgewerbe unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen.

Tim Altepost: Welche Wünsche und Anforderungen gibt es an die Politik?

Michael Plagge: Die Lockerungen müssen weiter forciert werden. Grundsätzlich sollte man die Einschränkungen nicht global umsetzten, sondern je nach Bevölkerungsdichte anders gestalten. In vielen Bereichen sieht man, dass der Mittelstand sich hervorragend an das Virus anpasst und auch anpassen will. Diese Flexibilität ist in vielen Bereichen einem Überlebenskampf geschuldet. Schnellst möglichst sollte von der Regierung überprüft werden, ob Branchen, die sich immer noch im Lockdown befinden, unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen. Anhand der jetzigen Lockerungen sieht man, dass vieles unter Auflagen möglich ist. Ansonsten wird der wirtschaftliche Schaden nicht mehr zu retten sein. Die Folgen wären nicht absehbar und katastrophal.

Tim Altepost: Dafür wird sich die MIT weiterhin einsetzen. Herzlichen Dank für das Gespräch.

 

Bunte Bilder des Dankes – CDU möchte Emsdetten noch farbenfroher machen

EMSDETTEN. Die Emsdettener Christdemokraten haben sich zum Thema Muttertag am 10. Mai etwas ausgedacht, um mehr Farbe in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu bringen.

 

Die stellvertretende Vorsitzende, Beatrix Steinbach-Möllers, erklärt, wie man mitmachen kann: „Wir schenken euch ein Päckchen bunte Kreide und verbinden damit eine kleine Aufgabe, wenn Ihr mögt. Malt uns ein schönes Bild auf die Straße oder den Bürgersteig, auf dem Ihr „Danke“ an eure Muttis und Mamas sagt für alles, was sie für euch jeden Tag und auch für uns alle in dieser extremen Zeit tun. „Danke“ zu sagen oder ein „Danke“ zu bekommen tut einfach gut, macht glücklich und gute Laune.“

Wer ein Bild malen möchte, schickt bitte

  • eine E-Mail mit seiner Anschrift an info@cdu-emsdetten.de,
  • kann sich über die Facebook-Seite der CDU Emsdetten melden oder
  • eine WhatsApp / SMS an 01573/544 96 29 schreiben.

Die Kreide bringt die CDU dann kurzfristig vorbei. Alternativ können die Kreidestifte auch

am nächsten Samstag, 25. April,
von 14 bis 15.30 Uhr
bei KOTZE, im Schülerladen des Gymnasiums Martinum, Dahlmannsbusch 10,
abgeholt werden.

Da die Anzahl der Päckchen begrenzt ist, bitte auch melden, wenn man die Kreide abholen will, dann können entsprechende Reservierungen vorgenommen werden.

Wie es weitergeht, weiß Stefan Sohlmann, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender der CDU in Emsdetten: „Schickt uns bitte bis zum 3. Mai ein Foto eures Bildes mit Namen und Anschrift an die CDU-Mail-Adresse, ladet es auf den digitalen Kanälen der CDU Emsdetten hoch oder werft es in den Briefkasten unserer Geschäftsstelle, Borghorster Straße 4.“

Unter allen Einsendungen werden kleine Aufmerksamkeiten des Emsdettener Einzelhandels verlost. Die CDU freut sich auf viele bunte Bilder, die sie zum Muttertag auch veröffentlicht.

 

„Die Beachtung der Regeln wird ab Montag noch wichtiger“

Bürgermeister Georg Moenikes beantwortet Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu Corona

Die CDU Emsdetten hat die Bürgerinnen und Bürger in der vergangenen Woche aufgefordert, Bürgermeister Georg Moenikes ihre persönlichen Fragen zur Corona-Epidemie im Hinblick auf die aktuelle Situation und die weiteren Entwicklungen in Emsdetten zu stellen. Hiervon wurde ausgiebig Gebrauch gemacht, CDU-Vorsitzender Hanno Moers: „Wir waren von der Resonanz ehrlich gesagt überrascht und überwältig, daher konnten wir leider nicht jede einzelne Frage im Detail beantworten, sofern einzelne Aspekte fehlen, bitten wir Sie, uns über die bekannten Kanäle zu kontaktieren. Außerdem versuchen wir kurzfristig einen Fragen-Antwort Katalog auf unsere Homepage zu stellen.“

Aktuelle Situation in Emdetten

Nach seiner Einschätzung der aktuellen Lage befragt, zeigt sich der Bürgermeister zufrieden, „dass es auch in unserer Stadt bislang gelungen ist, das exponentielle Wachstum von infizierten Menschen und damit die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Zeitweise hatten wir die höchsten Zahlen von Infizierten und Sterbefällen im Kreis Steinfurt. Zurzeit liegt die Verdoppelungszahl in Emsdetten jedoch unter dem Durchschnitt.“

Bei der Frage nach dem Grund für die vielen Infizierten ist auch der Bürgermeister auf Vermutungen angewiesen. „Zu Beginn der Pandemie war eine Vielzahl von Urlaubern aus Skigebieten, vor allem aus Ischgl, zurückgekommen. Sie hatten sich dort infiziert und steckten zu Hause viele Kontaktpersonen an.“ Ein weitere Ursache könne die Verbreitung des Virus im St. Josef-Stift sein. Hier habe ein aus dem Krankenhaus zurückgekehrter Bewohner die Infektion ins Haus getragen. Da sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich viele weitere Bewohner des Altenheims infizierten.

Moenikes begrüßt daher die später vom Gesundheitsministerium des Landes verordnete Bestimmung, dass in Altenhilfeeinrichtungen aufzunehmende Personen zunächst in eine 14-tägige Quarantäne kommen. Weitere Fälle, in denen das Virus von außen in die Einrichtung getragen wurde, seien seitdem nicht mehr aufgetreten.

Auf das Funktionieren des „Social Distancing“ angesprochen, findet der Bürgermeister, das Abstandhalten funktioniere im Großen und Ganzen von einzelnen Ausnahmen abgesehen recht gut. „Wir müssen mit unseren Kontrollen aber weiterhin dafür sorgen, dass die Regeln beachtet werden. Ab Montag, dem Start der Lockerung, wird das noch wichtiger.“

Ein Leser hat beobachtet, dass seine Nachbarn wiederholt Bekannte zu sich nach Hause eingeladen hätten. Moenikes sieht hier eine Grenze des Einflusses der Stadt: „Im öffentlichen Raum ist jede Ansammlung von mehr als zwei Personen verboten, im privaten Bereich können wir alle dagegen nur an die Vernunft der Menschen appellieren.“

Kinder, Jugend, Schule

Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine Öffnung der Kitas oder eine Ausweitung der Notbetreuung über „systemrelevante Berufe“ hinaus. Sie beklagen, dass Homeoffice mit Kindern zu Hause nur schwer zu vereinbaren sei. Moenikes: „Es ist noch nicht absehbar, wann die Kindertagesstätten wieder öffnen können. Die neue Corona-Schutzverordnung gilt zunächst vom 20. April bis 3. Mai. Bis dahin bleiben die Tagesstätten geschlossen. Aber das Land hat den Kreis der Personen, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen können, ab heute erweitert. Beim städtischen Jugendamt und über betreuung@emsdetten.de gibt es dazu Infos.“

Zu den Themen, die Eltern in Emsdetten bewegen, zählt auch die Unterstützung der Schulen mit digitalen Lerninhalten. Hier sieht der Bürgermeister in Emsdetten schon große Fortschritte, alle weiterführenden Schulen seien voll digitalisiert. „Ich habe aber keine Erkenntnis, ob und in welchem Umfang die Schulen davon Gebrauch machen. Das ist eine innerschulische Angelegenheit, in die der Schulträger, die Stadt Emsdetten, nicht eingebunden ist. In den Grundschulen sind wir dabei, die Digitalisierung zu vollenden. Wer im Internet nicht genug Material findet, um seine Kinder im Grundschulalter sinnvoll zu betreuen, den verweist Moenikes auf die städtische Bibliothek, die am heutigen Montag ihren Ausleihbetrieb wieder aufnimmt und vielfältige digitale Angebote macht.

Eine Emsdettener Familie möchte ihre Kinder auch nach der Wiedereröffnung der Schulen weiterhin zu Haus unterrichten, um die Kontakte zu anderen Schülerinnen und Schülern zu reduzieren. Diesem Wunsch kann der Bürgermeister jedoch nicht nachkommen. Für die Abschussklassen bestehe ab kommenden Donnerstag Schulpflicht. Das gelte auch für die anderen Klassen, sollte nach dem 3. Mai der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Eine Beschulung in den eigenen vier Wänden sei dann ausgeschlossen, zu Haus bleiben dürfe nur, wer krank ist.

Die stark differenzierten Regelungen zur Öffnung der Schulen hält der Bürgermeister teilweise für unübersichtlich. „Ich hätte mir für alle Klassen klare Regelungen und einen entsprechenden Vorlauf gewünscht, damit sich die Schulleitungen und die Stadt als Schulträger darauf einstellen können. Ebenfalls keine kurzfristige Lösung hat Moenikes für eine weitere Familie, deren zwei Kinder unter fünf Jahren mit nur einem kleinen Balkon auskommen müssen und fragt, wann die Spielplätze wieder geöffnet sind. Denn diese bleiben nach der aktuellen Verordnung bis zum 3. Mai weiterhin gesperrt.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Viele Leserinnen und Leser treibt die Sorge um die heimische Wirtschaft um und fragt nach Unterstützungsmöglichkeiten durch die Stadt, auch für Handel, Gastronomie und Hotellerie. „Ebenso wie Bund und Land stellen wir auch als Kommune viele Hilfsangebote zur Verfügung. Wir räumen die Möglichkeit ein, Steuerzahlungen auszusetzen oder zinslos zu stunden. Wir verzichten auch auf Sondernutzungsgebühren für öffentlichen Straßen, Wege und Plätze, wenn ein Unternehmen diese derzeit nicht in Anspruch nimmt.

„Im Service Center Wirtschaft haben wir ein umfangreiches Beratungsangebot aufgestellt und kommunizieren das auch auf der Stadtportal-Seite im Internet. Die Stadt rief einen Liefer- und Abholservice der Geschäfte ins Leben, und unser Personal des Service Center Innenstadt ist ständig unterwegs, um Einzelhändler und Gastronomen zu beraten.“

Eine Emsdettenerin muss ebenso wie ihr Mann kurzarbeiten und fragt nach Möglichkeiten, etwas dazu zu verdienen. Moenikes: „Hier kann die Agentur für Arbeit am besten Auskunft geben, aber auch unser Service Center Wirtschaft steht mit Rat und Tat zur Verfügung.

Zukunftsaussichten

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wollten wissen, wie es weitergeht und wann einzelne oder alle Beschränkungen zurückgenommen werden. Allzu große Hoffnungen muss der Bürgermeister dämpfen. „Ab kommenden Montag sieht die Corona-Schutzverordnung Lockerungen vor. Hier gilt es, die neuen Spielräume vorsichtig zu nutzen und auszuprobieren, damit es nicht zu einem Rückfall bei der Zahl der Infizierten kommt. Das wäre fatal, weil die dann zu ergreifenden Maßnahmen noch einschneidender sein müssten. Und ab 3. Mai, dem Auslaufen der derzeitigen Rechtsverordnung, werden wir dann sehen, welche weiteren Schritte zur Lockerung eingeleitet werden können.

Das Tragen von Schutzmasken hält Moenikes für sinnvoll, um andere zu schützen. Er appelliert deshalb, diese im Einzelhandel, auf dem Wochenmarkt oder in Bussen und Bahnen zu tragen.

Ein Leser vermisste Aussagen der Bundeskanzlerin zu bereits gebuchten Urlaubsreisen außerhalb von Deutschland im Juli und August. Der Bürgermeister rät von Planungen von Reisen ins Ausland ab: „In Deutschland lässt sich auch gut Urlaub machen und ich hoffe, dass dafür im Sommer die Möglichkeit besteht.“

Den Wunsch, die Kirchen wieder zu öffnen, kann Moenikes zwar nicht erfüllen, aber: „Wenn die erste Lockerungsphase bis zum 3. Mai gut ausgeht, besteht bestimmt auch die Möglichkeit, wieder Gottesdienste zu feiern.“ Schlecht kann er sich dagegen vorstellen, im Jahr 2020 Schützenfeste durchzuführen. „Diese leben von einem engen freundschaftlichen Zusammensein der Schützenbrüder und -schwestern. Damit sind leider hohe Infektionsrisiken verbunden, insoweit muss man vernünftig sein. Auch mir als Schützenbruder tut das weh, aber Vernunft hat hier Vorrang.“

Die Frage nach positiven Zeichen für die Zukunft nahmen Moenikes und Moers gerne auf und bedankten sich bei der emsdettener Bevölkerung für die gelebte Solidarität, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme. „Auf dieser Basis werden wir auch die nächsten Etappen gemeinsam erfolgreich bestehen und irgendwann mehr und mehr Schritte zurück in die Normalität gehen können, auch wenn es bis dahin noch ein weiter Weg ist.“

 

Ihre Fragen in Sachen Corona – CDU Emsdetten organisiert Info-Aktion mit dem Bürgermeister

Seit Wochen beherrscht das Corona-Virus die öffentliche Diskussion. Obwohl sich die Zunahme der Infektionszahlen abgeschwächt hat, ist es noch zu früh, die strengen Schutzmaßnahmen zu lockern. Aber im Rahmen der beginnenden Diskussion darüber blicken viele Menschen mit Sorgen in die Zukunft. Zudem machen vor allem in den neuen Medien viele Gerüchte und Unwahrheiten die Runde.

Die CDU Emsdetten möchte daher allen Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit geben, ihre ganz persönlichen Fragen und Anregungen zur aktuellen Situation, den weiteren Entwicklung sowie zu den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen direkt an Bürgermeister Georg Moenikes zu richten.

Dies kann
▶️über die Facebook-Seite der CDU Emsdetten,
▶️WhatsApp oder SMS (01573/ 544 9629),
▶️E-Mail an info@cdu-emsdetten.de und
▶️per Post an die CDU-Geschäftsstelle, Borghorster Str. 4,
geschehen.

Bitte reichen Sie Ihre Fragen

bis spätestens Samstag, 18. April
um 12.00 Uhr

ein.

Die Antworten unseres Bürgermeisters werden ab 18.00 Uhr desselben Tages auf den 🎥 Kanälen der CDU Emsdetten (Facebook, Instagram, Youtube) sowie auch als ✍️ Zusammenfassung über Homepage und Printmedien veröffentlicht.

+++ Absage der Aufstellungsveranstaltung am 27.03.2020 +++

Unabhängig von der aktuellen Verfügungssituation haben wir uns Ende letzter Woche bereits dazu entschieden, unsere für den 27.03. geplante Nominierungsveranstaltung, die auch zeitgleich der Start in die Kommunalwahl darstellen sollte, selbstredend abzusagen.

Derzeit gibt es ganz, ganz viele wichtige Dinge – die Kommunalwahl gehört sicherlich nicht dazu. Einzig und besonders tut uns diese Absage für die Gastronomie leid, die derzeit eine wirtschaftlich extreme Notsituation durchzustehen hat. Wir hoffen, dass sich die Situation schnell ändern wird und wir alle dazu beitragen können, dass es so schnell wie möglich wieder bessere Zeiten gibt und Veranstaltungen, Feiern ganz bewusst und explizit wieder vor Ort durchgeführt werden können.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns bei einer ganzen Reihe von Personen(gruppen) für den Einsatz in diesen Tagen herzlich zu bedanken:

-Allen Krankenpflegern, Ärzten, Altenpflegern sowie dem medizinischen Betreuungspersonal, die teilweise über dem zumutbaren Maß hinaus für unsere Gesundheit kämpfen

-Allen Polizisten, Feuerwehrleuten, Rettungssanitätern, die in hohem Maße dafür sorgen, dasswir uns auch in diesen Zeiten maximal sicher fühlen können

-Allen Mitarbeitern im Einzelhandel, LKW-Fahrern, Mitarbeitern in sog. Kritischen Infrastrukturen, Mitarbeitern des Baubetriebshofes, die mit unermüdlichem Einsatz dafür sorgen, dass wir in diesen Krisenzeiten unseren Alltag weiterhin weitestgehend normal bestreiten können

-Unserem Verwaltungsvorstand und den Mitarbeiter/innen der Verwaltung, die täglich mit unermüdlichem Einsatz und viel Besonnenheit in einer wirklichen Extremsituation schwierige Entscheidungen zu treffen haben und bei Allem das Wohl der Emsdettener/-innen im Auge behalten

-Den Pressevertretern, die durch eine bewusst sachliche und unaufgeregte Berichterstattung dafür sorgen, dass wir alle objektiv und umfassend informiert werden

-Allen demokratischen Parteien, die lokal und bundesweit in dieser Notlage gemeinsam an einem Strang ziehen und die Situation nicht für politische Meinungsverschiedenheiten ausnutzen

-Allen Emsdettener/innen die sich solidarisch zeigen, die sich um ihre Mitmenschen kümmern und gemeinsam die Krise angehen

Wir haben in den letzten Tagen eine Reihe von ganz konkreten Beispielen erfahren dürfen, was gelebte Solidarität in Emsdetten heißt – so werden die Kinder der alleinerziehenden und berufstätigen Mutter mitbetreut, die Apothekengänge für einen chronisch Kranken, der vor Ort keineVerwandten hat, organisiert oder die Einkäufe für eine ältere Nachbarin, deren Kinder weit weg wohnen, mit übernommen.

Diese Beispiele machen Mut und zeigen, dass Emsdetten vieles kann – auch und ganz besonders Solidarität.

#solidarität #emsdetten #gemeinsam #emsdettenschafftdas #zusammengegendenvirus #wirhaltenzusammen #fuerdiealtenundschwachen #mut #eskommenwiederbesserzeiten #wirlebenemsdetten

Kunststoffbrücke über den Mühlenbach könnte aus der Sackgasse führen – CDU-Fraktion stellt Prüfantrag im Emsdettener Rat

EMSDETTEN. Ratsfrau Beatrix Steinbach-Möllers hat für die CDU-Fraktion im Emsdettener Rat den Antrag gestellt, die Verwaltung solle prüfen, ob die vieldiskutierte Brücke über den Mühlenbach auch aus einem neuartigen Kunststoff bestehen könnte. Ein solcher Überweg wäre deutlich preiswerter und würde womöglich einen Ausweg aus der wegen der Kosten derzeit verfahrenen Situation weisen.

Zum ersten Mal in Deutschland ist eine solche Brücke aus glasfaserverstärktem Kunststoff im vergangenen Monat als Pilotprojekt in Solingen-Gräfrath errichtet worden. In anderen Ländern, zum Beispiel in den Niederlanden, gibt es bereits Übergänge aus derartigem Material, in Deutschland fehlt dem Baustoff jedoch noch die Zulassung. Mit dem Pilotprojekt wollen die Stadt Solingen, der Hersteller und die Hochschule Bochum Erfahrungen sammeln.

Die Solinger Brücke hat 75.000 Euro gekostet. Das günstigste Angebot für einen Übergang in konventioneller Bauweise lag bei 220.000 Euro. Die Emsdettener Stadtverwaltung soll nach dem Wunsch der CDU nun prüfen, ob eine solche Kunststoffbrücke auch als Ersatz für die wegen Baufälligkeit gesperrte Brücke über den Mühlenbach am Hof Feldmann in Frage kommt.

Bisher scheiterte ein Neubau daran, dass die Stadt einen Übergang nur für Fußgänger und Radfahrer für ausreichend hält. Der Landwirt besteht jedoch für die Gewährung des Wegerechts über sein Grundstück auf eine Brücke, die auch dem Gewicht eines Traktors standhält. Diese würde 300.000 Euro kosten. Zu viel, wie eine Mehrheit im Stadtrat findet.

Emsdettener CDU verjüngt ihren Vorstand – Moers folgt auf Wessling

Emsdettener CDU verjüngt ihren Vorstand

Generationenwechsel an der Spitze der Dettener Christdemokraten: Hanno Moers ( ) folgt auf Norbert Wessling (  ), der nach acht Jahren nicht wieder antrat. Die Wahl der anwesenden 62 Mitglieder fiel einstimmig auf den dreifachen Familienvater. Trotz seines vergleichsweisen geringen Alters gilt der neue Vorsitzende und Vater von drei Kindern als CDU-Urgestein, schon vor mehr als 21 Jahren trat er in die Partei ein.

Zu den drei (bisher zwei) Stellvertretern wählte die Mitgliederversammlung Beatrix Steinbach-Möllers, die dieses Amt schon seit 2013 bekleidet, Daniel Hellwig und Stefan Sohlmann. Als Schriftführer wurde Christian Moenikes in seinem Amt bestätigt, als Stellvertreter kommt Stefan Palm hinzu. Ebenfalls wiedergewählt wurde Christiane Homann als Schatzmeisterin.

Hinzu kommen zwölf Beisitzerinnen und Beisitzer (bisher acht): Kevin Adrian, Tim Altepost, Frederik Bosse, Alex Brink, Bernd Cordes, Christian Erfling, Günther Gerding, Professor Dr. Winfried Golla, Hildegard Kreisel, Maximilian Pötter, Julia Schlinge und Ulrike Wilken.

Beim Rückblick auf seine Amtszeit führte Wessling unter anderem die in dieser Periode gegründeten fünf parteiinternen Arbeitskreise auf: Umwelt und Landwirtschaft, Smart City/Industrie 4.0/Digitalisierung, Wohnen/Bauen/Familie, Sport/Freizeit/Tourismus und Innenstadt.

Künftig müsse die Union auch angesichts der jüngsten Erfolge der Grünen „Flagge zeigen“ bei Emsdettener Themen. Vom Begriff der „Westumgehung“, hinter der die CDU stehe, müsse man sich zugunsten einer „Emsdettenumgehung“ verabschieden, die auch die Borghorster Straße, die Amtmann-Schipper-Straße und den Grevener Damm entlaste.

Als Gäste zur Mitgliederversammlung waren der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, und die Landtagsabgeordnete Andrea Stullich gekommen. Laumann nannte den bisherigen Vorsitzenden Norbert Wessling „absolut verlässlich“, er könne sich nicht erinnern, „wann er in den vergangenen 35 Jahren nicht da war“. Stullich bezeichnete ihn als „Top-Organisator“.

Aus aktuellem Anlass ging Laumann auf die Ereignisse in Thüringen ein, die ihn „ziemlich wütend“ gemacht hätten. Der dortigen CDU bescheinigte er einen „großen Fehler“. Denn sie habe gewusst, dass „sie damit einen Tsunami auslöst“. Allerdings relativierte Laumann die Größenordnung in Anbetracht von nur 9.000 Mitgliedern in der thüringischen CDU. Soviel hätten schon „zwei westfälische Kreisverbände“. Abschließend brachte der Minister seine Freude darüber zum Ausdruck, dass auch die Emsdettener Christdemokraten einmütig jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen.

„Eine Ära geht zu Ende“ – Bürgermeister Georg Moenikes tritt wie erwartet nicht noch einmal an

Nach dem Motto von Henry Ford „Tue Gutes und rede darüber!“ hat Emsdettens Stadtoberhaupt Georg Moenikes seine Parteifreunde bei der CDU-Mitgliederversammlung am 7. Februar 2020 aufgerufen, das für Emsdetten Erreichte nicht als selbstverständlich anzusehen. Stattdessen gelte es, das Positive in den Fokus zu rücken und entsprechende Zukunftsbilder zu entwerfen.

Diese Worte können als politisches Vermächtnis des ersten direkt gewählten Bürgermeisters Emsdettens gelten, denn am Ende seiner Ausführungen erklärte Moenikes: „Ich werde nicht noch einmal antreten.“ Der frisch gewählte CDU-Vorsitzende, Hanno Moers, fasste zusammen, was viele dachten: „So richtig begreifen können wir das jetzt noch nicht. Eine Ära geht zu Ende“.

Vorher hatte Moenikes aufgezählt, was sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Emsdetten zum Positiven entwickelt habe. Als Beispiele nannte er die ausgezeichnete finanzielle Situation der Kommune mit stark gestiegenen Rücklagen und deutlich geringeren Schulden. Wirtschaftlich stünde Emsdetten bestens da, verursacht durch das hohe Gewerbesteueraufkommen, die große Zahl der Beschäftigten und die wenigen Arbeitslosen, deutlich unter dem Durchschnitt in Kreis und Land.

Hinzu kämen die Attraktivierung der Innenstadt mit der Neugestaltung von Katthagen, Brink, Frauen- und Rheiner Straße, die zahlreichen Neubaugebiete und die städtebauliche Aufwertung am Grevener Damm, Goldbergweg, Grünring und Bahnhof. Bald gebe es 22 Kitas mit 1.400 Betreuungsplätzen in der Stadt. Die Digitalisierung stünde seit langem auf der Erfolgsagenda, und nicht zuletzt hätten Stroetmanns Fabrik und die Emshalle Emsdetten zu einer Eventstadt gemacht.

Moenikes sparte auch die Punkte nicht aus, bei denen es nicht so gelaufen sei wie gewünscht. Als Beispiele nannte er die Schließung des Marienhospitals und die ausgebliebene Gründung einer Gesamtschule.

Zu den Motiven für seinen Rückzug zitierte Moenikes scherzhaft eine Predigt aus dem Jahr 1529: „Wenn der Bürgermeister seine Pflicht tut, werden keine vier da sein, die ihn mögen“. Tatsächlich mangele es ihm an Zuspruch der Bevölkerung nicht, ebenso wenig wie an Energie und Durchhaltevermögen, auch sei er nicht amtsmüde. Aber schon vor fünf Jahren habe seine Frau gesagt: „Genug ist genug“. Und er fügte nach Tucholsky hinzu: „Ein voller Terminkalender ist kein erfülltes Leben“.

Er blicke jetzt auf eine Amtszeit von 21 Jahren als Bürgermeister und 30 Jahren als Wahlbeamter der Stadt Emsdetten zurück. Das Ende seiner kommunalen Laufbahn kommentierte Moenikes mit den Worten „Veränderung ist das Gesetz des Lebens“.

Die anwesenden CDU-Mitglieder quittierten die Ausführungen ihres Bürgermeisters mit minutenlangen, stehenden Ovationen.