Aktivierung der Innenstadt

Ziel: Attraktivierung des Einzelhandels in der Emsdettener Innenstadt

Der Gedankenplan der CDU Emsdetten für eine Attraktivierung des Innenstadteinzelhandels lässt sich in drei Punkten zusammenfassen:

1. Schaffung eines Einkaufsrundlaufes

2. Massive Belebung der Emsstraße

3. Ansiedlung von trendigen, bekannten Einzelhandelsketten

So kommt es zu diesem Konzept…

Schaffung eines Einkaufsrundlaufes:

Dieser soll an allen großen und kleinen Geschäfte in der Innenstadt vorbeiführen, die Kunden also leiten. Ein solcher Rundlauf kann nur dann die komplette Innenstadt umfassen, wenn ein solcher Einkaufsrundlauf von mindestens drei Ankerpunkten ausgehen kann. Sonst ist er schlichtweg nicht rund. So kommen wir zu den möglichen Ankerpunkten an den jeweiligen „Ecken“ unserer Innenstadt: Einen an der Schulstraße, einen am Katthagen (wo wir ja jetzt schon einen, den einzigen, haben) und einen im nördlichen Innenstadtbereich – am, von Bahnhof aus gesehen, Beginn der Emsstraße. Und zu diesem Bereich gehört auch Pastors Garten.

Massive Belebung der Emsstraße:

So soll mehr Gleichrangigkeit der Einkaufslagen hergestellt werden.

Unsere Innenstadt ist klein. Das ist ein Vorteil anderen Städten gegenüber, weil wir so mit einer Innenstadt der kurzen Wege aufwarten können. Es ist aber ein Nachteil, wenn nicht alle vorhandenen Flächen entsprechend zur Geltung kommen. Obwohl sie eigentlich benötigt werden, um alle Angebotsnotwendigkeiten eines modernen Einkaufsmittelzentrums auch tatsächlich unterbringen zu können. Dieses Potenzial hat noch die Emsstraße. Deshalb wird sie mehr gebraucht. Und deshalb müssen wir sie beleben. Heute ist die Emsstraße fast schon an der Rheiner Straße das Ende der Innenstadt. Wir wollen aber, dass sie am Bahnhof der Beginn dieser Innenstadt wird.

Ansiedlung von trendigen, bekannten Einzelhandelsketten.

Das brauchen wir, um Einkaufspendelei zu bremsen. Ob es insbesondere jüngere Emsdettenerinnen und Emsdettener sind, die für beispielsweise H&M und New Yorker in andere Städte fahren… Das sei mal dahin gestellt. Wir wissen aber alle, dass es so ist. Und es ist auch so, dass sie damit verloren sind für die übrigen Einzelhandelsangebote in unserer Stadt. Mit trendigen, bekannten Einzelhandelsgeschäften wie H&M und New Yorker wird Kundschaft für alle Einzelhandelsgeschäfte in unserer Stadt gehalten.

Alle, zurzeit noch lediglich als Möglichkeiten deklarierten Ideen, um diese drei großen Ziele zu erreichen, verstehen wir als „Mittel zum Zweck“.

Das heißt: Die beiden neuen Ankerpunkte müssen überhaupt nur dann umgesetzt werden, wenn sie ihren Zweck – siehe die drei übergeordneten Ziele – tatsächlich erfüllen können und somit zur Erreichung dieser Ziele etwas beitragen.

Das verstehen wir als CDU unter Gesamtkonzept – das wir gefordert, beantragt und auch durchgesetzt haben. Alles, was gegebenenfalls neu gebaut werden soll, steht, dank uns, unter dem Vorbehalt des Gesamtkonzeptes. Entweder es kommt zum großen Ganzen, oder es passiert schlichtweg nichts. Weil es dann ja auch nicht notwendig ist. Das ist es, nur das ist es, was tatsächlich unsere gesamtstädtischen Interessen wahrt. Solitäre Einzelinteressen einzelner Investoren sind damit hinfällig. Die müssen wir auch gar nicht wahren. Es gibt keinerlei Versprechungen oder Vorabfestlegungen.

Dass wir, nachdem, was uns Experten äußerst schlüssig vorgetragen haben, mit einem Lebensmittelvollversorger, als im Gegensatz zu anderen neuen Einzelhandelsangeboten konstantem und täglichem Frequenzbringer, gut im Rennen wären: Darauf wollen wir als CDU uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt verlassen. Ein aktualisiertes Einzelhandelsgutachten kann und wird zu den gefragten Sortimenten und denkbaren Einzelhandelskonzepten noch fundiert Auskunft geben müssen.

Ob dann ein Lebensmittelvollversorger, der etwas ganz anderes ist als die Nahversorger, Discounter oder sonstwie gearteten Lebensmittelmärkte in unserer Stadt, am Ende E-Center, Rewe oder noch anders heißt: Das kann doch nicht ernsthaft die Frage sein, die uns als Politik zu beschäftigen hat.

Natürlich wollen wir mit unserer Emsdettener Innenstadt attraktiver werden für Investoren. Keine Frage. Das heißt aber nicht, dass wir – vielleicht typisch Emsdetten – gleich abheben, und meinen müssen, Investoren würden uns fortan die Bude einrennen. Und wir bräuchten an den gemütlichen Tischen unseres Ratssaales aus einer Riesenauswahl nur noch entscheiden. Am Ende werden wir uns auch ein Stück weit Realitäten beugen müssen. Jede andere Behauptung ist lediglich eine, die Sand in die Augen streut.

Fest steht: Ein attraktives Einzelhandelskonzept in diesem Bereich der Innenstadt wird nun einmal benötigt, um die Emsstraße zu beleben – und in diesem Zuge zugleich Rheiner Straße und Kirchstraße weiter zu attraktivieren. Attraktivität von Einzelhandelskonzepten, wegen der großen Auswahl, die nötig ist, bemisst sich auch und insbesondere an Größe. Es ist also nötig, Fläche zu haben, Fläche zu schaffen.

Wenn es dabei gänzlich ohne Pastors Garten nicht gehen kann, dann sollten wir im Sinne des gesamtstädtischen Interesses dafür offen sein. Wohlgemerkt: Mit einem Teil von Pastors Garten. Nein, wir wollen nicht, so weit das in unserer Macht liegt, dass Pastors Garten komplett für Einzelhandel genutzt wird.

Wir wünschen uns ein Konzept, das ganz behutsam mit der dort heute vorhandenen Bau-, Baum- und Grünsubstanz umgeht. Vieles davon sollte erhalten werden: das Pastorat und alter, wertiger Baumbestand.

Wir denken, dass ein Teilbereich dieses Grundstückes, jenes, das im Dreieck hinter Emsstraße und Straße In der Lauge gelegen ist, seinen Zweck erfüllt.

Das ist heute sozusagen Pastors Rasen, Pastors Wiese, von dem wir damit sprechen. Hier ist Einzelhandel sowohl hoch zweckmäßig als auch verträglich mit den emotionalen und deshalb sensiblen Bereichen dieser Gesamtfläche. Und das auch noch gerne zusätzlich kombiniert mit Wohnen, am liebsten Wohnen für Senioren. So entstünde architektonisch jene hochwertige Ansicht mit zugleich gewünschter Funktion, wie wir sie als notwendig erachten. Bei optimaler Anbindung an die Innenstadt und mit zusätzlichen neuen Wegeverbindungen, wie sie für einen Einkaufs- und Erlebnisrundlauf benötigt werden.

Wir sind uns sicher: So kann es gehen – und so können wir dafür sein.