Bundesminister Jens Spahn zu Besuch bei der Senioren Union

Emsdetten. Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, hat beim Besuch der CDU-Senioren Emsdetten die Zuhörer mit seinem Fachwissen und Charme begeistert. Gestern sei er noch in New York gewesen, morgen gehe es nach Afrika, da liege doch Emsdetten in der Mitte auf dem Höhepunkt seiner Reisen. An die Hundert CDU-Senioren und Freunde waren am Dienstagnachmittag bei Graute Beik daran interessiert, die politische Einstellung des Ministers näher zu erfahren. Sofort legte er los und erklärte, in der Politik sei die Bereitschaft wichtig, Argumente zu hören. Daraus entwickele sich eine Debatte, um mit Kompromissen eine sinnvolle Lösung zu finden. „Dabei gehöre alles auf den Tisch, um sich dann mit  demokratischen Mitteln durchzusetzen“, so Spahn.

In einem kurzen Einführungsreferat streifte er die Themen, Pflegekonzepte, digitale Gesundheitsakte, technischen Fortschritt, Planungsrecht im Straßenbau und Migration. „Wir können Zuversicht aus den letzten siebzig Jahren schöpfen“, sagte er. Deutschland sei in der Welt hoch angesehen und pflege eine gute Nachbarschaft zu den angrenzenden Staaten. Überraschend und zur Freude aller, leitete Spahn dann die Diskussion mit den Zuhörern ein. Da prasselten vielfältige Themen auf den Minister ein, die er mit ganz viel Wissen behandelte. Integration sei an vielen Stellen bereits gelungen, so sein Statement. „Klima tun wir schon seit zwanzig Jahren“. Der Minister weiter: „Erneuerbare Energien dienen zur Erhaltung der Schöpfung. Wir wollen den Wandel, aber wir dürfen uns nicht um den Wohlstand bringen lassen“. Der Brexit sei bedauerlich, so sein Kommentar. Doch die Bundesregierung sei darüber hinaus stets gesprächsbereit und bestens vorbereitet. Zum Thema Digitalisierung meinte Spahn: „Sie macht das Leben leichter. Weil produktiver gearbeitet würde, könne mit weniger Arbeit ein größerer Wohlstand erreicht werden“. Thema Organspende: „Die Bereitschaft dazu ist sehr wichtig“. Doch es bleibe für jeden eine Abwägungsfrage, wie man damit umgehe. Ein Spendenausweis ist laut Spahn keine Altersfrage, denn allein der Zustand der Organe ist entscheidend. Mit großem Applaus wurde der Minister Jens Spahn zu seinem nächsten Termin verabschiedet.