„Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“ – Neues Landes-Förderprogramm zur Stärkung des Ehrenamtes vorgestellt

Emsdetten. Das Förderprogramm der Landesregierung mit dem Titel „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was die Menschen verbindet“ geht an den Start: Mit den Elementen Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis fördert die Landesregierung mit rund 150 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 die Gestaltung der Heimat vor Ort.

„Die neue Heimatförderung bietet in Emsdetten ein unheimlich großes Potenzial, das nicht verschenkt werden sollte. Gerade Emsdetten mit seinen vielen Sport-, Kulturvereinen und Schützengesellschaften ist prädestiniert dafür, in besonderer Weise von dieser Förderung zu profitieren“, weist Andrea Stullich, heimische CDU-Landtagsabgeordnete, auf das neue Förderprogramm der Landesregierung hin. Ziel des Programms sei es, Menschen für lokale und regionale Besonderheiten zu begeistern und die positiv gelebte Vielfalt in unserer Heimat Nordrhein-Westfalen deutlich sichtbar zu machen, so Stullich.

„Je eher wir aktiv werden, desto schneller können wir davon profitieren“, erklärt CDU Ortsverbandsvorsitzender Norbert Wessling. Mit Hilfe des Förderprogramms könnten unsere Vereine Projekte verwirklichen, die bislang aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht umzusetzen wären, so Wessling weiter.

Nach Angaben der Landtagsabgeordneten Andrea Stullich umfasst das Heimatförderungsprogramm folgende fünf Elemente:

Heimat-Scheck: Zur unbürokratischen Förderung von Projekten lokaler Vereine und Initiativen, die sich mit „Heimat“ beschäftigen, werden jährlich 1.000 Heimat-Schecks á 2.000 Euro bereitgestellt.  Der „Heimat-Scheck“ kann Möglichmacher für gute Ideen und kleine Projekte sein, die nicht viel Geld kosten, aber einen großen Mehrwert in der Sache versprechen.

Heimat-Preis: Für innovative Heimatprojekte können auch der Kreis Heinsberg und seine Städte und Gemeinden einen vom Land finanzierten Preis ausloben, der die konkrete Arbeit belohnen und zugleich vorbildliche Praxisbeispiele liefern soll. Die Auszeichnungen sind eine Wertschätzung der (überwiegend) ehrenamtlich Engagierten. Kommunen sollen den Preis vergeben, die Sieger stellen sich anschließend dem Wettbewerb auf Landesebene. Städte und Kommunen können vom Land ein Preisgeld von 5.000 Euro erhalten, wenn sie sich per Ratsbeschluss zur Teilnahme am Heimatpreis entscheiden.

Heimat-Werkstatt:  Ideen zum Thema Heimat sollen in „Werkstätten“ entwickelt und verwirklicht werden. Jede Region – ob Stadtviertel oder Gemeinde im ländlichen Raum – hat prägende Besonderheiten, mit denen sich Menschen identifizieren. Vertreter von Initiativen und Organisationen, aber auch Bürgerinnen und Bürger direkt sollen sich in einen offenen, identitätsstiftenden Prozess einbringen. Zum Beispiel kann in einer offenen Kreativwerkstatt unter Beteiligung aller Akteurinnen und Akteure ein ortstypisches Kunstwerk verwirklicht werden. Der Diskurs in der Heimat-Werkstatt soll Gemeinsamkeiten herausarbeiten und das lokale Gemeinschaftsgefühl stärken. Zugleich wird mit der Gestaltung der öffentliche Raum aufgewertet. Der aufwendige Prozess wird je Projekt mit mindestens 40.000 Euro gefördert. Empfänger können die Kommune, aber auch Private, Vereine und gemeinnützige Organisationen sein.

Heimat-Fonds: Initiativen, die ein Heimat-Projekt verwirklichen wollen, sollen durch den Heimat-Fonds unterstützt werden: Für jeden eingeworbenen Euro soll es je einen Euro vom Land dazugeben (bis maximal 40.000 Euro), so dass sich Gutes verdoppelt. Förderfähig sind Projekte von mindestens 5.000 Euro und maximal 80.000 Euro. Die Verwaltung des „Heimat-Fonds“ erfolgt vor Ort über die Gemeinden und Gemeindeverbände. Der Mindestanteil der Kommune beträgt zehn Prozent. Bei Projekten mit mehreren beteiligten Kommunen können im Einzelfall auch Projekte mit einem Volumen über 80.000 Euro gefördert werden.

Heimat-Zeugnis: Im Fokus steht die Schaffung und Bewahrung von Bauwerken, Gebäuden oder Orten in der freien Natur, die in herausragender Weise die lokale und regionale Geschichte prägen.  Projekte mit einem Volumen ab 100.000 Euro können mit maximal 90 Prozent (Private) bzw. 80 Prozent (Kommunen) unterstützt werden. Antragsberechtigt sind Gemeinden und Gemeindeverbände sowie private und gemeinnützige Organisationen.

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