CDU Arbeitskreis diskutiert Entwicklungen im Bereich Bauen, Wohnen und Familien

Baukindergeld gut für den ländlichen Raum / Einrichtung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft wird abgelehnt

Emsdetten. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat sich der CDU Arbeitskreis mit den aktuellen Entwicklungen in den Themenbereichen Bauen, Wohnen und Familien beschäftigt. Der CDU Parteivorstand hatte Anfang des Jahres den Arbeitskreis Bauen, Wohnen und Familien als einen von fünf Arbeitskreisen ins Leben gerufen, um wichtige, lokal bedeutsame Themengebiete näher zu untersuchen.

Zunächst begrüßte der Arbeitskreis die Einigung der großen Koalition auf die Einführung eines Baukindergeldes rückwirkend ab dem 01.01.2018. Pro Kind und Jahr soll künftig jede Familie 1.200,00 Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren erhalten. Das Baukindergeld wird flächendeckend bis zu einer Einkommensgrenze von 75.000 Euro zu versteuerndes Einkommen pro Jahr zuzüglich 15.000,00 Euro pro Kind gewährt. Dies gilt für jede Familie, die in Deutschland zum ersten Mal eine Immobilie neu baut oder erwirbt. Eine von Seiten der SPD geforderte Beschränkung auf eine bestimmte Wohnfläche konnte verhindert werden. „Gerade im ländlichen Raum hätte eine Wohnflächenbeschränkung viele Bauherren ausgeschlossen, da hier die durchschnittliche Wohnfläche pro Haus deutlich über 120 qm liegt“, waren sich die Arbeitskreismitglieder einig. „Durch die Förderung soll Familien die Schaffung von Wohneigentum erleichtert werden und nicht durch bürokratische Flächenvorgaben unnötig eingeschränkt werden“, ergänzt Arbeitskreisvorsitzender Christian Moenikes.

Auch zum Thema Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft hatten die Arbeitskreismitglieder eine klare Meinung. Die Sozialdemokraten im Kreistag regen an, eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, die sich mit der Entwicklung von Neubauten und Beständen beschäftigen soll. „Private Wohnungsbaugesellschaften sind bereits erfolgreich im Bereich des sozialen Wohnungsbaus tätig. Eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft würde lediglich neue Doppelstrukturen aufbauen“, so CDU Kreistagsabgeordneter und Arbeitskreismitglied Jost Laumann. „Auch für eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft fallen bezahlbare Baugrundstücke nicht vom Himmel.“

Nach der Sommerpause wird sich der Arbeitskreis Bauen/Wohnen/Familien dem Thema Kindertagesbetreuung widmen. „Insbesondere möchten wir uns über die Entwicklung und den künftigen Bedarf bei den Tagesmüttern informieren“, so Arbeitskreismitglied Carolin Westers abschließend.