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„Emsdetten in Sondersituation“: CDU-Ratsfraktion will zweiten 24-Stunden-Rettungswagen erhalten

Zweiten Rund-um-die-Uhr-Rettungswagen über städtischen Haushalt verlängern / „Lassen es nicht zu, dass der unermüdliche Einsatz unseres Bürgermeisters als Panikmache abgetan wird“

EMSDETTEN. – Mit eigener politischer Initiative bestärkt die CDU-Ratsfraktion Bürgermeister Georg Moenikes im Erhalt der Rettungsdienst-Ressourcen für Emsdetten: Die größte Ratsfraktion will den zweiten Rund-um-die-Uhr-Rettungswagen mit eigenem städtischem Geld aufrechterhalten – statt wie der Kreis Steinfurt es möchte, diesen ab Juli 2017 abends und nachts in der Garage zu lassen. Bis mindestens Ende nächsten Jahres will die CDU das nun so, fordert dann eine erneute Überprüfung des Notfallgeschehens in Emsdetten und erwartet, dass der Kreis beidem zustimmt.

Dem „Emsdetten-Polterer“, Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, schicken die CDU-Ratsmitglieder zudem deutliche Worte ins Kreishaus: „Als CDU Emsdetten genauso wie als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Emsdetten lassen wir es nicht zu, dass der unermüdliche Einsatz unseres Bürgermeisters als Panikmache abgetan wird“, heißt es wörtlich in der Presseerklärung.

Hierbei für Emsdetten einzutreten, habe eine klare Berechtigung: „Die Berechtigung der einzigen 36.000-Einwohner-Stadt in der Region ohne Krankenhaus“, betont die CDU: „Das subjektive Sicherheitsempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger ist aufgrund der Sondersituation, dass das Krankenhaus nach 145 Jahren vor Ort im Juni 2015 für niemanden nachvollziehbar geschlossen wurde, ein anderes.“

Weil das nun vorgelegte Rettungsdienstgutachten nur auf die Datengrundlage von 2015 schaut, müsse es für Emsdetten mehr Zeit geben, um auch die aktuellen Einsätze von 2016 und 2017 einbeziehen zu können. 115.000 Euro koste dieses Mehr an Bewertungszeit, bis zunächst Dezember 2017. „Wir hätten auch städtisches Geld für den Erhalt des Marienhospitals aufgebracht. Jetzt für den Rettungsdienst gelten ähnliche Argumente, wenn es uns ernst damit ist“, heißt es seitens der größten Ratsfraktion.

Richtig sei zwar, dass dies eigentlich Sache von Kreis beziehungsweise Krankenkassen ist, räumt die CDU ein. Allerdings könnten es die Emsdettener nicht mehr hören, was alles nicht möglich sein darf – „sondern sie wollen, dass ein besseres Sicherheitsempfinden gegenüber medizinischen Notfällen möglich gemacht wird“, schreibt die CDU-Fraktion.

Zahl und Ausmaß der Einsätze des in Emsdetten stationierten Rettungsdienstes wachsen immer weiter. Auch in 2016.  Somit solle sich ein zweiter Rettungswagen rund um die Uhr noch im kompletten Jahr 2017 bewähren dürfen. „Erst danach können wir Ruhe geben – wenn Kreis Steinfurt und Krankenkassen dann mit uns gemeinsam die Emsdettener Sondersituation anhand tatsächlicher Geschehnisse beleuchten“, kündigt die CDU-Fraktion in ihrer Stellungnahme an.

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