CDU: „Weiter Wettbewerb auszuschalten – dafür geben wir uns nicht her“

Für „realistische Ziele“ bei der Diskussion über belebende Einzelhandelskonzepte und Sortimente/„Nicht mit Experimenten starten“

EMSDETTEN. Für Einzelhandel in „Pastors Garten“, um die Emsstraße zu beleben, setzt die CDU auf „realistische Ziele“. Eine Vorabfestlegung gegen bestimmte Sortimente und Anbieter stelle dabei für sie keinen ergebnisoffenen Dialog dar, so die CDU in einer Presseerklärung.

Weiter schreibt sie: „Wir halten es für realistisch, dass ein Lebensmittelvollsortimenter an dieser Stelle der Innenstadt eine permanente, tägliche Frequenz bringen kann – und stützen uns dabei ganz handfest und nüchtern auf ähnliche Konzepte, die in anderen Städten bereits funktionieren und auch von Emsdettenern angefahren werden.“

Mit der Festlegung der katholischen Kirche als Grundstücksbesitzerin, das alte Pastorat zu erhalten und nur einen Teil des übrigens Grundstücks von“ Pastors Garten“ an einen Investor verkaufen zu wollen, sei schon viel erreicht. „3000 von 12.000 Quadratmetern für Einzelhandel, dazu dringend benötigte Parkplätze und Erhalt des Grüncharakters dieser Fläche: Das halten
wir für einen guten Kompromiss“, erklärt Ratskandidat Daniel Hellwig.

Ob das Sortiment woanders in der Stadt ähnlich oder gleich sei: Das habe bei den jetzigen Gegnern, wenn es beispielsweise um Schuhe und Optiker geht, bisher niemanden interessiert, heißt es ebenso in der Presseerklärung der CDU. „Im Gegenteil“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Cieslak: „Und jetzt soll plötzlich politisch bestimmt werden, wo und wo nicht es für die
Emsdettener gut ist, einzukaufen. Da machen wir als CDU nicht mit. Wir geben uns nicht dafür her, weiter Wettbewerb auszuschalten.“

Die CDU wolle nicht mit Einzelhandelsexperimenten starten, sondern erst mit erprobten Handelskonzepten mehr Kundenfrequenz schaffen. „Für Versuche wie beispielsweise
kleinräumige Hüttenläden werden sich bei uns in Emsdetten keine Investoren zur Verfügung stellen. Andernorts sind positive Stadtentwicklungen immer durch große, zusammenhängende
Verkaufsflächen gekennzeichnet“, sagt Ratskandidat und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Umwelt, Josef Berkemeyer.

„Wir wollen, dass auch ein Lebensmittelvollsortimenter seine Ideen, Konzepte und Pläne für die Innenstadt vorlegen darf“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Nottbeck die Positionierung der CDU: „Wir hören uns alle konkreten Investorenkonzepte für Emsstraße und Pastors Garten an, die sich in unseren städtebaulichen und Grünflächen erhaltenden Vorgaben
bewegen. Erst dann werden wir entscheiden – vorher weder gegen noch für etwas.“