CDU-Ratsfraktion legt sich fest: Ja zu neuem Hallenbad mit Verbindung zum Freibad

Sprungturm soll ebenfalls kommen / „Es darf in einem neuen nicht weniger Hallenbad als heute geben“

EMSDETTEN. – Die CDU-Ratsfraktion gibt grünes Licht für neue Hallenbadpläne der Stadtwerke auf dem Gelände des Waldfreibades. Das hat die größte der Ratsfraktion bei ihrer Klausurtagung, nach erneuter ausgiebiger Beratung, entschieden. Einer Sanierung des alten Hallenbades erteilt die CDU eine Absage ­– ebenso wie einem Emsdetten ganz ohne Hallenbad, was auch als Alternative drohe. „Für uns gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass Baukörper und Technik des heutigen Hallenbades Millionenaufwand benötigen, um eine Zukunft zu haben“, gibt Fraktionsvorsitzender Matthias Cieslak aus der Diskussion wieder: „Unsere klare Überzeugung ist, dass dieser Aufwand sich nicht rechnet.“

Die CDU-Fraktion will ein neues Hallenbad, dessen Schwimmbecken auf einer Ebene mit dem Freibad liegt, einen gemeinsamen Eingangs- und Umkleidebereich mit dem Freibad teilt und somit die Freibadsaison in Emsdetten verlängern kann. Dazu gehöre für die CDU mindestens auch ein Barfußgang, der vom Hallenbad aus direkt in die Wärmehalle des Freibades führt – insofern also die beiden Bäder tatsächlich miteinander kombiniert.

Diese Forderung hatte die CDU-Fraktion formuliert. Dieser könne nachgekommen werden, indem das bislang angedachte Hallenbadgebäude „gedreht“ und so näher an das Schwimmerbecken des Freibades gebracht wird. Auch spricht sich die CDU für einen Sprungturm im neuen Hallenbad aus. „Es darf in einem neuen nicht weniger Hallenbad als heute geben“, betonte Willi Kemper, stellvertretender Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrates in der Diskussion: „Darauf werden wir pochen.“ An einer weiteren Aufwertung des zukünftigen Hallenbadangebotes will die CDU-Fraktion im Rahmen der Detailplanungen arbeiten, wie sie ankündigt.

Ausführlich hatte sich die CDU von Experten bei ihrer zweitägigen Tagung auch Möglichkeiten vorstellen lassen, eine attraktive Saunalandschaft ins Emsdettener Hallen- und Freibad zu integrieren. „Viel zu teuer, nicht wirtschaftlich zu betreiben und zu viel Konkurrenz in der Region“, fasst Stadtwerke-Aufsichtsratsmitglied Manfred Dietz die Gründe zusammen, warum die CDU sich „schweren Herzens“ von diesem oft gehörten Wunsch verabschieden müsse. Von 30.000 Saunagästen im Jahr sprächen Experten, damit ein Betreiber klar kommen könne.

Innerhalb der CDU-Fraktion ist insoweit auch eine Vorentscheidung gefallen, die Sporthalle am Hallenbad nicht zu sanieren und stattdessen eine neue Sporthalle im Westen der Stadt, an der Käthe-Kollwitz-Schule, bauen zu lassen. Planungskosten im Stadtetat 2017 für eine neue Sporthalle werden von der CDU befürwortet.